«Noch ist offen, ob sich die Situation verschärft»

Dass Google seinen Standort in Zürich vergrössert, freut das Wirtschaftsamt. Sorgen macht ihm der Bund.

«Ich freue mich, dass ­Arbeitsplätze entstehen»: Bruno Sauter, kantonaler Amtschef für Wirtschaft und Arbeit. Foto: Jürg Waldmeier

«Ich freue mich, dass ­Arbeitsplätze entstehen»: Bruno Sauter, kantonaler Amtschef für Wirtschaft und Arbeit. Foto: Jürg Waldmeier

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Was halten Sie davon, dass Google den Standort Zürich ausbaut?
Das ist eine positive Nachricht für den Wirtschaftsstandort Zürich. Die Tatsache, dass Google ausbaut, zeigt die hohe Standortattraktivität von Stadt und ­Kanton Zürich. Ich freue mich, dass ­Arbeitsplätze entstehen.

Wird Google künftig einen Grossteil der Kontingente für Mitarbeitende aus Drittstaaten wie den USA oder Indien erhalten, die dem Kanton zur Verfügung stehen?
Google hat noch nicht bekannt gegeben, wie viele zusätzliche Stellen am Standort Zürich geschaffen werden sollen. Es ist auch noch nicht bekannt, ob Google die zusätzlichen Mitarbeitenden auf dem heimischen Arbeitsmarkt oder aus dem Ausland rekrutieren wird. Wir sind uns der Relevanz dieser Fragestellung bewusst und stehen mit den zuständigen Bundesbehörden im Austausch.

Der Bund will den Kantonen gegen deren Willen die Kontingente für Mitarbeitende aus Drittstaaten kürzen. Der Kanton Zürich wehrt sich dagegen. Verschärft der Ausbau Googles diese Situation?
Wie gesagt: Solange wir den Bedarf von Google nicht kennen, können wir keine Beurteilung über eine mögliche Verschärfung der Situation abgeben. Generell sind wir aber nicht glücklich, dass der Bund ohne Rücksprache mit den Kantonen eine Kontingentskürzung für 2015 bekannt gegeben hat. Im Kanton Zürich gibt es zahlreiche Firmen, darunter auch Google, die immer wieder auf Fachkräfte aus Drittstaaten angewiesen sind. Wir werden uns gegenüber dem Bund dafür einsetzen, dass der Kanton Zürich auch künftig zu seinen Kontingenten kommt. Zudem hat das Wirtschaftsamt Zürich mit den betroffenen IT-­Firmen Möglichkeiten ausgearbeitet, wie die volkswirtschaftlichen Gesamtinteressen aufgezeigt werden können.

Es könnten auch Kontingente für ­europäische Mitarbeitende eingeführt werden. Wie stellt sich die Volkswirtschaftsdirektion dazu?
Der Zürcher Regierungsrat hatte sich gegen die Masseneinwanderungsinitiative ausgesprochen. Den Volkswillen gilt es zu akzeptieren. Sollte auch für die EU ein Kontingentssystem kommen, werden wir uns dafür einsetzen, dass wir in den wichtigen Branchen, den relevanten Berufen und der volkswirtschaftlichen Bedeutung entsprechend Kontingente für Zürich erhalten.

Erstellt: 12.12.2014, 20:25 Uhr

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