Nun rollt er durch Zürich

Ab kommender Woche sind die kleinen Lieferroboter der Post auch auf Zürichs Strassen unterwegs. Vorerst kann aber nur ein Premium-Kundenkreis das Gerät auf Rollen nutzen.

Ganz allein darf er noch nicht nach draussen: Der Zustellroboter bei der Präsentation an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Ganz allein darf er noch nicht nach draussen: Der Zustellroboter bei der Präsentation an der Zürcher Bahnhofstrasse. Bild: Christian Beutler/Keystone

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Es ist ein Pilotversuch, der auffallen wird: In den nächsten Tagen dürften da und dort die kleinen Lieferroboter der Post im Stadtzentrum unterwegs sein. Sie stellen Produkte im Stadtzentrum zu, welche Jelmoli-Kunden des Premium Department Store online angefordert haben. «Je nach Bestellungseingang werden die beiden Roboter bereits ab Montag in Zürich unterwegs sein», sagt Post-Mediensprecher Oliver Flüeler auf Anfrage.

In Bern und bei Solothurn waren die auffälligen Geräte bereits im letzten Jahr unterwegs. Rund 200 Testfahrten haben sie absolviert und 1000 Kilometer zurückgelegt. Dabei ging es um eine technische Prüfung der Roboter: Ob diese sich für den Einsatz im Strassenraum eignen, ob sie Hindernisse überwinden können und sicher genug sind.

Rollender Roboter mit Begleitschutz

In Zürich kommen sie nun im Rahmen des fünf- bis sechswöchigen Pilotversuchs erstmals in der Praxis zur Anwendung. Ziel sei es, die Geräte im gesamten Prozess von der Bestellung über die Befüllung bis hin zur Auslieferung zu testen, sagt Flüeler.

Wie damals in Bern werden die autonom fahrenden Roboter auch in Zürich durch geschulte Fachpersonen begleitet und überwacht. Kurz vor der Ankunft des Roboters erhalten die Kunden einen Link per SMS, über welchen sie das Transportfach öffnen und die Ware entnehmen können.

Nur für besondere Eillieferungen

«Wir sind davon ausgegangen, dass wir solche Geräte mittelfristig in der Praxis für spezielle Kundenlieferungen anwenden können», sagt Flüeler. «Das Interesse an einem praktischen Einsatz der Roboter für Sonderfahrten war aber so gross, dass wir ihn nun bereits nach einem Jahr erstmals in der Praxis einsetzen können.»

Der Lieferroboter ist gemäss Flüeler aber nur für besondere Eillieferungen gedacht. «Die Paketzustellung mit täglich über 500’000 Paketen werden diese Geräte aus wirtschaftlichen Gründen nicht ersetzen können.»

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 29.08.2017, 10:53 Uhr

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