Opfer wohnte mit Täter in einer WG

Schon eine Woche vor dem Tötungsdelikt im Kreis 8 musste die Polizei wegen eines Streits ausrücken.

Kerzen und Blumen vor dem Hauseingang erinnern an das Tötungsdelikt. (Bild: Stefan Hohler)

Kerzen und Blumen vor dem Hauseingang erinnern an das Tötungsdelikt. (Bild: Stefan Hohler)

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Mysteriöses Tötungsdelikt in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Balgristquartier im Zürcher Kreis 8: Am letzten Dienstagabend kurz vor 18 Uhr wurde die Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich alarmiert, dass eine Frau regungslos in ihrer Wohnung liege. Als die Sanität eintraf, war die Frau schon tot. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Sie verhaftete in diesem Zusammenhang einen 32-jährigen Schweizer.

Beim Opfer handelt es sich um eine 28-jährige Französin. Sie arbeitete laut «Blick» im IT-Bereich in einer grossen Unternehmungsberatungsfirma und war erst vor rund zwei Monaten eingezogen. Der Wohnungsmieter ist der mutmassliche Täter. Er kommt aus der Romandie und arbeitete laut einer Anwohnerin nicht. Er hat jeden Tag stundenlange Spaziergänge im nahen Wald unternommen und gesagt, er wolle das Leben geniessen.

Grosser Streit am Tag zuvor

Der Mann hatte zuvor mit einem Paar in der Wohnung gelebt. Als dieses ausgezogen war, suchte er eine Mitbewohnerin, und die Französin zog ein. Die beiden hatten oft gestritten. Laut einem Passanten musste die Polizei rund eine Woche vor der Tat ausrücken. Ob damals die Frau die Polizei alarmiert hatte, ist nicht bekannt. Der Mann sei sehr aufdringlich gewesen und habe die Frau unter Kontrolle halten wollen.

Laut «Blick» hatten die beiden schon am Montagabend einen grossen Streit gehabt. Dann sei es plötzlich still geworden – wurde die Frau schon dann getötet? Doch erst am Dienstagabend wurde die Polizei alarmiert. Wie die Frau ums Leben kam und ob ein Geständnis vorliegt, ist nicht bekannt.

Die Formulierung der Polizei, dass davon ausgegangen werden muss, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelte, könnte darauf hindeuten, dass nicht sofort ersichtlich war, wie sie umkam; beispielsweise erschlagen oder erwürgt. Der Staatsanwalt äusserte sich nicht zum Fall. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.09.2016, 10:27 Uhr

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