Parkhausmörderin hofft auf Ende der Verwahrung

Caroline H., die in den 90er Jahren in Zürich zwei Frauen erstochen hatte, will ihre Verwahrung aufheben. Das Kassationsgericht hat ihr bereits recht gegeben.

Sie will ihre Verwahrung rückgängig machen: Caroline H. auf dem Weg zu ihrem Prozess im Dezember 2001.

Sie will ihre Verwahrung rückgängig machen: Caroline H. auf dem Weg zu ihrem Prozess im Dezember 2001. Bild: TA

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Die 38-jährige Parkhausmörderin Caroline H. will, dass die vom Zürcher Obergericht angeordnete Verwahrung in eine stationäre Massnahme umgewandelt wird. Gemäss der Zeitung «Sonntag» hat das Kassationsgericht im letzten September ihre Nichtigkeitsbeschwerde gutgeheissen und einen Entschluss des Obergerichts vom 15. März 2010 aufgehoben.

Obergericht und Staatsanwaltschaft sind der Meinung, dass die seit zehn Jahren in Isolationshaft im Frauengefängnis Hindelbank einsitzende Frau weiterhin verwahrt bleiben und keine stationäre Massnahme mit gelockerter Haftbedingung haben soll. Dies aufgrund der Gefährlichkeit von Caroline H., die in den 90er Jahren in Zürich zwei Frauen erstochen und zwei weitere Mordversuche verübt hatte. Zudem hatte sie über 50 Brände gelegt. Das Obergericht verurteilte sie im Dezember 2001 zu einer lebenslangen Strafe und ordnete die Verwahrung an.

Das Kassationsgericht hat nun das Obergericht aufgefordert, eine Ergänzung des psychiatrischen Gutachtens mit klareren Angaben zur Rückfallgefahr anzuordnen. Sowohl Oberstaatsanwaltschaft als auch Verteidigung schliessen nicht aus, dass mit dem Ergänzungsgutachten die angeordnete Verwahrung aufgehoben werden könnte. (hoh)

Erstellt: 17.01.2011, 10:31 Uhr

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