«Pink Panther» für Zürcher Überfall verantwortlich

Einer der vier Räuber, die im Februar in Lugano verhaftet worden sind, war wohl auch an einem Überfall auf ein Juweliergeschäft an der Bahnhofstrasse Zürich beteiligt.

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Der Überfall auf den Laden von «Graff Diamonds» an der Zürcher Bahnhofstrasse ereignete sich im Mai 2016. Vier Männer rammten damals mit einem VW drei Mal mit grosser Wucht ein Schaufenster des Juweliergeschäftes. In den Laden schafften sie es jedoch nicht. Sie flüchteten ohne Beute auf Motorrollern, beziehungsweise zu Fuss, weil einer der Roller streikte. Der Schaden, den sie am Juweliergeschäft angerichtet hatten, belief sich auf 280'000 Franken.

Wie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich heute Montag mitteilte, ist einer der Täter nun ermittelt. Es handelt sich um ein Mitglied jener«Pink Panther»-Bande, die im Februar in Lugano verhaftet wurde, kurz bevor sie dort einen Raubüberfall begehen wollte. Der Mann sitzt wie die anderen drei Bandenmitglieder in Untersuchungshaft.

Einer sass schon mal im Gefängnis

Wie die Staatsanwaltschaft weiter mittelte, sass ein anderes Bandenmitglied, das in Lugano verhaftet wurde, bereits früher wegen eines Überfalls auf ein Schmuckgeschäft in Vaduz im Gefängnis. Bei jener Tat im Jahr 2006 konnten die Täter mit einer Beute von 1,1 Millionen Franken flüchten. Der Mann wurde später gefasst und zu 9 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Die in Lugano verhafteten «Pink Panther»-Mitglieder sassen zuerst im Zürcher Kasernengefängnis. Dieses stand eine Zeit lang unter Spezialbewachung, weil die Bande bekannt ist für Befreiungsaktionen und Ausbrüche. Inzwischen sind die Männer auf verschiedene Gefängnisse verteilt. Die «Pink Panther»-Bande, die aus ehemaligen Soldaten der Balkankriege besteht, hat sich mit professionell geplanten Einbrüchen in Juweliergeschäfte in ganz Europa einen Namen gemacht. (hub/sda)

Erstellt: 25.06.2018, 11:14 Uhr

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