Raucherkabine im Rathaus erinnert an Pissoir

Die Raucherkabine im Rathaus erinnert einen SP-Kantonsrat an mobile Pissoirs. Doch selbst der Regierungsrat kann nicht ausschliessen, dass die Kabinen dereinst unter Schutz gestellt werden.

Erinnert an ein mobiles Pissior: Der Regierungsrat hält nun fest, dass diese Raucherkabine im Rathaus vielleicht einmal zum schützenswerten Zeitzeugen werden könnte. (Bild: Doris Franconi)

Erinnert an ein mobiles Pissior: Der Regierungsrat hält nun fest, dass diese Raucherkabine im Rathaus vielleicht einmal zum schützenswerten Zeitzeugen werden könnte. (Bild: Doris Franconi)

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Seit drei Monaten steht im Rathaus eine Raucherkabine. Der SP-Kantonsrat Hartmuth Attenhofer wollte in einer nicht ganz ernst gemeinten Anfrage vom Regierungsrat wissen, ob es denkbar sei, dass diese Kabinen dereinst unter Denkmalschutz gestellt würden. Schliesslich ist den Aschenbechern im Rathaus das selbe ruhmreiche Schicksal widerfahren.

Ein erhaltenswerter Zeitzeuge?

«Die Schutzwürdigkeit eines Objekts kann in der Regel erst im Rückblick beurteilt werden», schreibt die Kantonsregierung in ihrer Antwort auf die Anfrage eines SP-Kantonsrates, die heute Donnerstag veröffentlicht wurde.

So gesehen sei es zumindest nicht völlig ausgeschlossen, dass auch die Raucherkabinen «einmal die dann geltenden Anforderungen für die Schutzwürdigkeit im Sinne eines erhaltenswerten Zeitzeugen erfüllen werden».

Auch für den Schnupf in die Kabine?

Die Kabinen für die Tabak konsumierenden Ratsmitglieder im Rathaus sind nach Ansicht des Anfragestellers eine «ästhetisch fragwürdige, aber den Segen des Denkmalschutzes geniessende ‹Bereicherung› des Rathauses». Deren Ästhetik erinnere an jene von mobilen Pissoirs an Freilicht-Anlässen.

Ferner ist Attenhofer der Ansicht, dass die Kabinen gemäss Gesundheitsgesetz auch zum Schnupfen aufgesucht werden müssten. Da beim Schnupfen von Tabak keine gesundheitliche Gefährdung Dritter zu befürchten sei, falle es nicht unter die Bestimmung, hält der Regierungsrat dagegen fest. In der Verordnung über die Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauchs sei denn auch ausschliesslich von «Rauchen» und nicht von «Tabakkonsum» die Rede. (fsc/sda)

Erstellt: 09.10.2008, 13:32 Uhr

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