Reformierte stehen vor ihrer Reform

Um die Kosten in den Griff zu kriegen, strebt die reformierte Landeskirche eine Restrukturierung an.

Schwindende Mitgliederzahl: Reformierte Gottesdienste werden immer weniger besucht.

Schwindende Mitgliederzahl: Reformierte Gottesdienste werden immer weniger besucht. Bild: Keystone

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Am 28. September stimmen die Mitglieder der evangelisch-reformierten Landeskirche der Stadt Zürich über eine Strukturreform ihrer Kirchgemeinden ab. Es ist der vorläufige Höhepunkt eines Reformprozesses, der vor fünf Jahren begonnen hat und dem Problem begegnen will, dass die Kirche bei schwindender Mitgliederzahl stets die gleich hohen Ausgaben hat. Den 33 Kirchgemeinden in der Stadt gehören 46 Kirchen. Die Gottesdienste darin werden – abgesehen von den Altstadtkirchen – von durchschnittlich 43 Personen besucht, Tendenz sinkend.

Um die Kosten im Griff zu behalten, will sich die reformierte Kirche eine neue Struktur geben. Zwei Modelle stehen zur Auswahl: Entweder der Zusammenschluss der 33 Kirchgemeinden zu einer einzigen Kirchgemeinde. Oder die Bildung von grösseren Gemeinden mittels Zusammenschlüssen einzelner, meist benachbarter Kirchgemeinden.

Komitee gegen völlige Zentralisierung

Für das Modell 2 hat sich ein Komitee zu Wort gemeldet, das von folgenden Personen präsidiert wird: Jean E. Bollier (Höngg), Hans-Peter Burkhard (Witikon), Ernst Danner und Fabienne Vocat (Oerlikon), Jürg Egli (Hottingen), Michèle Halser (Seebach), Bruno Hohl (Wollishofen), Peter Kuster (Leimbach) und Max Wipf (Oberstrass). Sie fürchten, dass eine zentrale Einheitsgemeinde fern der Menschen wäre, während dezentrale Kirchgemeinden besser auf die lokalen Bedürfnisse eingehen könnten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.07.2014, 07:40 Uhr

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