SP schickt drei Frauen und zwei Männer ins Rennen

Bei der SP ist noch völlig offen, wer in die Fussstapfen von Stadtrat Martin Waser treten soll. Die Parteileitung schickt eine Fünfer-Auswahl in die Delegiertenversammlung vom 10. September.

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Zürich – Ob Road Show oder Promo-Tour: Fünf Zürcher Genossinnen und Genossen werden ihre Sommerferien mit Lobbyieren und Besuchen in den Sektionen verbringen. Die Geschäftsleitung hat gestern fünf Bewerber um die Nachfolge ihres scheidenden Stadtrats Martin Waser präsentiert. Am 9. September müssen die Delegierten eine einzige Person auswählen. Der Sommer wird für die Fünf deshalb so wichtig, weil es bei der SP meistens schwieriger ist, intern auf den Schild gehoben zu werden als vom Volk gewählt zu werden. Die Wahl ist am 9. Februar 2014.

Von der Papierform her galten zwei als gesetzt: Min Li Marti (1974), Fraktionschefin im Gemeinderat, Soziologin und heute als Senior Consultant für das Kampagnenforum tätig. Raphael Golta (1975), ist Fraktionschef im Kantonsrat, studierter Publizistikwissenschaftler und heute als Softwareentwickler tätig.

Der Schwergewichtsboxer

Mindestens so bekannt wie die beiden Fraktionschefs – vor allem dank seiner sportlichen Erfolge – ist Gemeinderat Thomas Marthaler (1961). Der Zwei-Meter-Mann ist zehnfacher Schweizer Meister im Schwergewichtsboxen, hat auf dem zweiten Bildungsweg das Rechtsanwaltspatent erlangt und ist seit 2009 Friedensrichter der Kreise 3/9.

Eher überraschend kamen gestern die beiden weiteren Frauenkandidaturen. Regula Enderli Cavigelli (1964) war bis 2002 Gemeinderätin, hat in Sozialpsychologie doktoriert und arbeitet seit 2005 in leitender Funktion in der kantonalen Bildungsdirektion. Christine Seidler ist seit 2003 Gemeinderätin. Die ehemalige Pflegefachfrau und textile Gestalterin hat einen Fachhochschulabschluss als Raumplanungsingenieurin.

Die SP hat mit diesem Fünfervorschlag ihren Anspruch auf ihre vier Sitze im Stadtrat deutlich markiert. Zur Wiederwahl stellen sich auch Stadtpräsidentin Corine Mauch sowie Claudia Nielsen und André Odermatt. Die Grünen nominieren am 9. Juli für die scheidende Ruth Genner eine Kandidatur aus dem Trio Karin Rykart, Markus Knauss und Fabienne Vocat. Bei der GLP steht Samuel Dubno bereit, bei der FDP Filippo Leutenegger und Vera Lang, während bei der SVP noch Funkstille herrscht.

Erstellt: 27.06.2013, 20:30 Uhr

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