Schöner Wohnen im besetzten Haus

Hausbesetzer fanden ein neues Domizil an der Hönggerstrasse. Kurzerhand stellten sie das Haus wieder instand und versorgten sich mit Strom. Der Eigentümer der Liegenschaft lässt sie vorerst gewähren.

Besetzt: Allem Anschein nach haben die Hausbesetzer in dieser Liegenschaft ihr Winterquartier gefunden. (Bild: Felix Schindler)

Besetzt: Allem Anschein nach haben die Hausbesetzer in dieser Liegenschaft ihr Winterquartier gefunden. (Bild: Felix Schindler)

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Seit einigen Tagen ist eine weitere Liegenschaft in Zürich von Hausbesetzern bewohnt. Laut Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei Zürich, halten sich gegenwärtig 10 bis 20 Personen im Haus an der Hönggerstrasse 20 auf. Hansjörg Maerki, Eigentümer der Immobilie, nimmt diese Tatsache recht gelassen. Er wird die Besetzer dort wohnen lassen, bis er mit dem Umbau beginnen wird. «Solange sie gegenüber den Nachbarn anständig sind und das Haus verlassen, wenn wir bauen wollen, habe ich nichts dagegen», sagt Maerki. Diesbezüglich habe ihn die Stadtpolizei beruhigt: «Die Besetzer gehören offenbar nicht zu einer militanten Garde.»

Besetzer setzen das Haus instand

Bisher seien die Hausbesetzer nicht negativ aufgefallen. «Als sie eingezogen sind, hat mich eine junge Frau angerufen und mich darüber informiert. Freundlich und irgendwie professionell», sagt Maerki. Ausserdem habe sein Architekt festgestellt, dass die findigen Bewohner das Haus selbst instand stellen. Sie nahmen sanitäre Anlagen in Betrieb und versorgten das Haus wieder mit Strom.

Maerki und sein Geschäftspartner haben die Liegenschaft gekauft, kurz darauf ist der letzte Bewohner ausgezogen. Bis die Hausbesetzer eingezogen sind, stand die Liegenschaft leer. Maerki wird ein Baugesuch für den Umbau der Liegenschaft einreichen. Weil das Gebäude aber sehr alt ist, macht die Stadt zahlreiche Auflagen, die das Bewilligungsverfahren in die Länge ziehen könnten. Maerki rechnet nicht mit einem Baubeginn vor Februar 2009. Die Hausbesetzer haben also gute Chancen, an der Hönggerstrasse überwintern zu können. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.09.2008, 19:58 Uhr

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