Schweizer Armee soll im Kampf gegen die Chaoten in Zürich helfen

Falls die Krawalle an den Wochenenden weitergehen, soll die Militärpolizei der Stadtpolizei unter die Arme greifen. Das schlägt FDP-Fraktionschef Roger Tognella vor.

Schützenhilfe: Die Militärpolizei soll die Stadtpolizei im Hintergrund unterstützen.

Schützenhilfe: Die Militärpolizei soll die Stadtpolizei im Hintergrund unterstützen.

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Das Schweizer Militär soll der Zürcher Stadtpolizei Schützenhilfe gegen die Chaoten leisten. Das fordert FDP-Fraktionspräsident Roger Tognella gegenüber Radio 1. Er sieht einen Engpass bei den Kapazitäten der Zürcher Ordnungshüter im Kampf gegen die Krawalltouristen.

«Wenn das Wochenende für Wochenende so weitergeht, dann haben wir gewisse Aufgaben für das Militär und die Militärpolizei», sagt Tognella. Falls die Ausschreitungen anhalten sollten, brauche es Hilfe vom Kanton oder sogar einen Einsatz der Armee. Er stelle sich etwa vor, dass die Militärpolizisten im Hintergrund wirkten. «Es braucht Zubringer, und die Logistik muss gewährleistet sein. Das könnte eine Aufgabe für die Armee sein.»

Stadtrat mit Polizei zufrieden

Der Zürcher Stadtrat zeigte sich jedoch zufrieden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gegen die Randalierer vorgingen. Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) lobte in einem Radio-1-Interview das harte Vorgehen der Zürcher Justiz gegen die Krawallmacher als angemessen. (pia)

Erstellt: 22.09.2011, 07:53 Uhr

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