Schwules Paar nach Zurich Pride angegriffen

Am Abend der Pride wurde ein schwules Paar in Zürich attackiert und verletzt. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Zur Pride wurde die Quaibrücke temporär zur «Gaybrücke», inklusive Zebrastreifen in Regenbogenfarben. (Keystone/Melanie Duchene)

Zur Pride wurde die Quaibrücke temporär zur «Gaybrücke», inklusive Zebrastreifen in Regenbogenfarben. (Keystone/Melanie Duchene)

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Ausgelassen feierten am Samstag Zehntausende in Zürich an der Gay Pride. Wie «20 Minuten» schreibt, waren unter den Feiernden auch Micha Finkelstein (29) und sein Mann. Auf dem Heimweg wurden die beiden jedoch kurz vor Mitternacht angegriffen, wie Finkelstein auf seiner Facebook-Page schreibt. «Ich, mein Mann und eine Freundin wurden von 3 Jugendlichen attackiert.»

Verbal und tätlich angegriffen wurden sie, weil sie schwul sind, ist Finkelstein überzeugt. «Sie kamen von hinten, riefen ‹Schwuchteln! Seid ihr schwul??!› Und dann haben sie zugeschlagen.» Wie so etwas in der Stadt Zürich passieren könne, sei für ihn unverständlich. «Ich fürchtete um mein Leben», sagt Finkelstein zu «Blick». Nach dem Angriff rief das Paar die Polizei. «Jetzt geht es darum, die Täter zu finden. Grosse Hoffnungen haben wir aber nicht», schreibt Finkelstein.

Täter sind flüchtig

Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen zu dem Vorfall, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt: Am Samstagabend, gegen 23.45 Uhr sei es an der Weststrasse, Höhe Verzweigung Marienstrasse, zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Ein 29-Jähriger wurde dabei leicht im Gesicht verletzt. Die Täter seien flüchtig.

Eine Anzeige ist laut Sprecherin Brigitte Vogt am Sonntagvormittag aber noch nicht eingegangen. Finkelstein will das jetzt aber nachholen, sagt er zu «20 Minuten».

LGBT-Stand angegriffen

Erst gerade kürzlich wurde am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie ein Infostand von LGBT-Organisationen am Lochergut in Zürich angegriffen und zerstört.

Unbekannte rissen Regenbogenfahnen herunter und beschädigten Protest-Schilder, ehe sie sich unerkannt davon machten. Ob zwischen den beiden Angriffen ein Zusammenhang besteht, ist jedoch noch unklar. (sep/sda)

Erstellt: 16.06.2019, 13:59 Uhr

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