Scientology Zürich richtet Pressestelle ein

Die Organisationen schaltet einen Informationsdienst auf ihre Webseite – am selben Tag, an dem das Schweizer Fernsehen ihr einen Themenabend widmet.

Kämpft im Fernsehfilm um das Sorgerecht an seiner Tochter: Frank Reiners.

Kämpft im Fernsehfilm um das Sorgerecht an seiner Tochter: Frank Reiners. Bild: SF/Bis nichts mehr bleibt

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Scientology Zürich hat auf ihrer Webseite einen Pressedienst eingerichtet, wie die Organisation am Montag in einer Medienmitteilung berichtet. Man wolle dem «wachsenden Bedürfnis nach Information über Scientology» nachkommen, heisst es in der Mitteilung.

Die Meldung kommt am selben Tag, an dem das Schweizer Fernsehen den deutschen Fernsehfilm «Bis nichts mehr bleibt» ausstrahlt. Der Film zeigt die fiktive Geschichte eines Vaters, der um das Sorgerecht für seine Tochter kämpft, die mit ihrer Mutter Mitglied bei Scientology ist. Er selber hat die Organisation verlassen.

«Wie gefährlich ist Scientology?»

Der Film war in Deutschland, wo er bereits vor mehreren Wochen ausgestrahlt wurde, ein Quotenerfolg. Er löste ausserdem eine breite öffentliche Debatte über die mutmassliche Gefährlichkeit von Scientology aus. Das Schweizer Fernsehen sendet denn auch nach dem Film eine Spezialausgabe des «Club» mit Christine Maier zum Thema: «Wie gefährlich ist Scientology?»

Scientology weist in der aktuellen Medienmitteilung auch darauf hin, dass man sich jederzeit an die Organisation wenden könne – auch, wenn man sich «für die Richtigstellung von Falschmeldungen» interessiere.

Scientology gilt der Evangelischen Informationsstelle für Kirchen, Sekten und Religionen als Sekte. Der deutsche Verfassungsschutz beobachtet die Organisation seit Jahren. In den USA hingegen hat Scientology den Status einer freien Religionsgemeinschaft.

Erstellt: 24.05.2010, 20:53 Uhr

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