Sechseläutenplatz: Zürcher lehnen striktes Regime ab

Veranstaltungen an 65 Tagen sind den Zürchern offenbar nicht genug. Die Mehrheit stimmt dem Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz» zu.

Frei, ja – aber nicht zu oft: Der Zürcher Sechseläutenplatz beim Bellevue.

Frei, ja – aber nicht zu oft: Der Zürcher Sechseläutenplatz beim Bellevue. Bild: Samuel Schalch

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Die Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz» ist an der Urne gescheitert. Sie wollte verbindlich festlegen, dass der prominente Platz am Zürcher Seebecken nur noch an 65 Tagen pro Jahr durch Veranstaltungen besetzt sein darf. Der Gemeinderat machte den Gegenvorschlag, die Belegung auf maximal 180 Tage zu beschränken – davon nicht mehr als 45 Tage während der Sommermonate Juni, Juli, August sowie im September. Er wurde mit 61,5 Prozent angenommen.

Auch bei der Stichfrage, welche der beiden Vorlagen in Kraft treten soll, falls sowohl Volksinitiative als auch Gegenvorschlag angenommen würden, fällt das Resultat deutlicher aus: Hier kann der Vorschlag des Gemeinderats 67, 8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Der Zürcher Sechseläutenplatz war zuletzt an jeweils etwa 130 Tagen belegt. Mit der Annahme des Gegenvorschlags können alle bisherigen Veranstaltungen erneut bewilligt werden. Die Nutzung durch Veranstaltungen würde ungefähr im Umfang der letzten drei Jahre möglich sein. Die Reserve, die der Gegenvorschlag vorsieht, ist für einen zweiten Zirkus im Herbst vorgesehen.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.06.2018, 15:55 Uhr

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