Sechseläutenplatz besteht die Feuerprobe

500 Tonnen Sand und ein spezielles Granulat schützten die Platten vor Glutstücken und die Pferde vor dem Ausrutschen.

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Der neue Sechseläutenplatz hat die Feuerprobe bestanden: Reiter, Ross und Material kamen nicht zu Schaden. Damit die Premiere gelingen konnte, hatten Arbeiter in der Nacht auf gestern rund 500 Tonnen Sand und ein spezielles Granulat kreisförmig um den Scheiterhaufen verteilt. 30 000 Franken kostete die Massnahme, die ein Ausrutschen der Pferde und Schäden auf dem Valser Quarzit durch herunterfallende Glutstücke verhindern sollte.

Unter der Holzbeige hatte man eine Doppelschicht Schaumglasplatten verlegt. Die wärmedämmenden Platten sollten den Steinboden vor den 900 bis 1100 Grad schützen, die im Feuer während der Böögg-Verbrennung herrschen. Die Unterlage, auf der die Reiter ihre Runden zogen, war rund 20 Zentimeter dick. Die Sandschicht bestehend aus drei Gesteinsmischungen und Kunststofffasern hat sich bewährt.

Invasion der Hobbygrilleure

Der zweite Bewährungstest auf dem neu gestalteten Sechseläutenplatz folgte am Abend. Nachdem die Zünfte abgezogen sind, versammeln sich traditionsgemäss viele Leute ums Feuer, holen sich eine Schaufel voll Glut und veranstalten ein privates Grillfest. Diesmal war es dem Volk verboten, hierfür eine beliebige Stelle auf dem Platz auszusuchen. «Es darf unter keinen Umständen direkt auf dem Quarzitboden ein Feuer gelegt werden», sagte der Platzverantwortliche am Morgen.

Angestellte einer privaten Sicherheitsfirma kontrollierten das. Sie mussten allerdings nicht eingreifen. Und dies, obschon – trotz des unfreundlichen Wetters – enorm viele Menschen Grillfeste im kleinen Kreis veranstalteten. Sie hielten sich aber alle an die Vorschriften. Einer der Hobbygrilleur brachte es auf den Punkt: «Ob das Feuer auf Rasen oder auf Sand steht, kommt nicht drauf­ an. Die Wurst schmeckt genauso gut wie jene im letzten Jahr.»

Erstellt: 28.04.2014, 23:44 Uhr

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