So sieht die grösste Baustelle Zürichs aus

Am Escher-Wyss-Platz und auf der Hardbrücke wird unter Hochdruck saniert und gebaut. Tagesanzeiger.ch war auf der Baustellenbesichtigung mit dabei.

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Das neue Entwicklungsgebiet Zürich-West ist derzeit eine einzige, riesige Baustelle: Beim Escher-Wyss-Platz laufen die Bauarbeiten sowohl auf als auch unter und neben der Hardbrücke auf Hochtouren.

«Wir nutzen die ruhigere Ferienzeit, um möglichst viele Arbeiten zu machen, für die wir sonst mehrere Monate aufwenden müssten», sagte Christian Meier, Gesamtprojektleiter des Stadtzürcher Tiefbauamtes, am Donnerstag vor den Medien. Um die Bau- und Sanierungsarbeiten termingerecht fertigzustellen, wird praktisch rund um die Uhr gearbeitet.

Unter Termindruck steht vor allem die Erneuerung der Tramgleise beim Escher-Wyss-Platz und auf der Wipkingerbrücke. Bis jetzt sei alles planmässig verlaufen, stellte Meier fest. Wenn das Wetter weiterhin mitspiele, so könnten die beiden Tramlinien 4 und 13 wie vorgesehen am 23. August wieder nach normalem Fahrplan verkehren.

600 Meter Gleise, 11 Weichen

Nach dem stabsmässigen Einsatz vom vergangenen Wochenende sind spezialisierte Gleisarbeiter derzeit daran, die vorfabrizierte Gleisanlage unter der Hardbrücke auf den Millimeter genau auszurichten und die einzelnen Elemente miteinander zu verschweissen.

Anschliessend werden die insgesamt 600 Meter Gleise und 11 Weichen beim Escher-Wyss-Platz und auf der Wipkingerbrücke einbetoniert und die Kabel für die Steuerungen der Weichen und der Signale verlegt. Parallel dazu werden auf dem Escher-Wyss-Platz die restlichen alten Gleise und die alte Personenunterführung abgebrochen.

Die Montage der neuen Fahrleitungen erfolgt während der Nacht. Dadurch würden die Gleisarbeiten tagsüber nicht behindert und es könne wertvolle Zeit gespart werden, sagte Meier.

Zwischen dem 2. und 20. August werden dann auch noch die neuen Gleise und Weichen für das Tram Zürich-West in der Hardstrasse verlegt. Das neue 3,2 Kilometer lange Teilstück der neue Tramlinie 4 führt ab Ende 2011 vom Escher-Wyss-Platz über die umgestaltete Pfingstweidstrasse und Aargauerstrasse zum Bahnhof Altstetten.

Bautechnisch sei das Projekt nicht ausserordentlich, sagte Meier. Die grosse Herausforderung sei das Baumanagement. Da in Zürich-West auf kleinstem Raum viele grosse Bauprojekte gleichzeitig im Bau seien, sei ein grosser Kommunikations- und Koordinationsaufwand nötig.

Sanierung Hardbrücke auf Kurs

Fieberhaft weiter gehen auch die Sanierungsarbeiten an der Hardbrücke. Über die ganze Länge der 1,4 Kilometer langen Brücke mit zahlreichen Auf- und Abfahrten sind rund 150 Baufachleute beschäftigt.

Die 112 Brückenpfeiler, auf denen die Hardbrücke liegt, sind fertig saniert und die Lager zwischen Brücke und Pfeiler sind entweder vollständig ausgewechselt oder repariert worden. Zum grossen Teil fertiggestellt sind auch der neue Brückenrand und die lokal notwendigen Verstärkungen. Derzeit wird die Brückenuntersicht zwischen Escher-Wyss-Platz und Wipkingerbrücke saniert.

Die gesamten Sanierungskosten belaufen sich auf 94,6 Millionen Franken. Dieser Kostenrahmen könne voraussichtlich eingehalten werden, betonte der Gesamtprojektleiter. Bis jetzt jedenfalls sei man auf Kurs. (alb/sda)

Erstellt: 22.07.2010, 15:10 Uhr

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