So soll der Verkehr am Rosengarten künftig fliessen

Neue Visualisierungen zeigen, wie der Rosengartentunnel funktionieren soll und wo die Autos ein- und ausfahren.

So könnte der Rosengartentunnel in Richtung Hardbrücke aussehen, rechts die Ausfahrt zum Wipkingerplatz sowie in Richtung Höngg und Escher-Wyss-Platz. Visualisierung: Architron

So könnte der Rosengartentunnel in Richtung Hardbrücke aussehen, rechts die Ausfahrt zum Wipkingerplatz sowie in Richtung Höngg und Escher-Wyss-Platz. Visualisierung: Architron

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Vieles weiss man schon über den Rosengartentunnel. Aber nicht, wie die Einfahrt am Wipkingerplatz aussehen wird.

Für den Abstimmungskampf haben der VCS und die Volkswirtschaftsdirektion nun Visualisierungen herstellen lassen. Die Bilder zeigen andere Perspektiven und Stimmungen (dunkler Himmel beim VCS, wolkenfrei beim Kanton). Ansonsten stimmen sie überein. Beide Visualisierungen setzen die technischen Vorgaben um. Die konkrete Gestaltung ist noch nicht festgelegt.

Der VCS-Querschnitt des Tunnelprojekts beim Wipkingerplatz (Anklicken zum Zoomen). Visualisierung: Nightnurse Images, Zürich

Der Querschnitt des VCS (oberes Bild) stellt dar, wie die komplexe Verkehrsführung funktionieren soll. Der Tunnel wird zwei verschiedene Portale haben. Eines, das die Autos von der Hardbrücke direkt in den Tunnel leitet und umgekehrt. Dieses dient dem Transitverkehr. Dabei handelt es sich um die mittleren beiden Spuren.

Jene Autos, die vom Wipkingerplatz in den Tunnel fahren oder umgekehrt, werden die zwei Seiteneingänge des Tunnels benutzen. Diese schliessen sich unterirdisch zum vierspurigen Tunnel zusammen.

Die Visualisierung es Kantons zeigt wie die Autos von der Hardbrücke auf den mittleren Spuren in den Tunnel einfahren. Visualisierung: Architron

Die zwei Spuren oberhalb der Seitentunnels braucht es für den Verkehr, der von der Hardbrücke auf die oberirdische Rosengartenstrasse geht und umgekehrt. Diesen Weg soll auch das geplante Tram nehmen. Die zwei äussersten Spuren dienen dem Verkehr zwischen Wipkingerplatz und Rosengartenstrasse.

Die Situation über dem Tunnel. Visualisierung: Architron

Laut Volkswirtschaftsdirektion werden die Tunneleingänge «möglichst raumsparend in die bestehende Infrastruktur eingebettet». Für die Gegner handelt es sich um eine «überdimensionierte, stadtzerstörende Verkehrsmaschine».

Ausfahrt aus dem Tunnel am Wipkingerplatz. Visualisierung: Architron

Am Wipkingerplatz müssten vier Häuser abgerissen werden (Rosengartenstrasse 4 bis 10). Auf dem VCS-Bild ist das prominenteste davon angeschnitten. Auf jenem des Kantons sind diese Häuser verschwunden und durch einen kleineren Neubau ersetzt. Insgesamt könnten dem Projekt zwölf Gebäude weichen.

Ob das 1,1-Milliardenprojekt aber überhaupt umgesetzt werden kann, entscheidet sich am 9. Februar 2020, dann stimmt das Volk über den Rosengartentunnel ab. Nachdem die CVP aber überraschend ihre Meinung änderte, wird es eng für die Befürworter der Röhre.

Erstellt: 02.11.2019, 09:06 Uhr

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