So wohnt man im Mobimo Tower

Heute gewährte die Bauherrin zum ersten Mal einen Blick in die fertiggestellten Luxus-Appartements im Mobimo Tower. Sie sind aussergwöhnlich, lassen aber einige Wünsche offen.

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Rund 6,3 Millionen Franken kostet die 5,5-Zimmerwohnung im 23. Stock des Mobimo Towers. Der erste Blick ins exklusive Appartement beeindruckt. Die riesigen Fenster fluten die Räume mit Licht, der Ausblick ist atemberaubend. Sämtliche verwendeten Materialien strahlen zurückhaltende Eleganz aus: Vom dunklen Parkett bis hin zur modern ausgestatteten Küche.

Doch der Schein trügt. Trotz 300 Quadratmetern Wohnfläche wirken die Zimmer klein – ausser dem überaus grosszügig gestalteten Ess- und Wohnraum im Süden der Wohnung. Marc Pointet, Projektleiter des Mobimo Towers, hält dies jedoch für eine optische Täuschung: «Die Zimmer scheinen kleiner zu sein, weil die Raumhöhe über drei Meter beträgt.»

Günstigere Wohnungen verkauft

Einen Balkon oder eine Terrasse sucht man vergebens. Das Dach des Hauses wird man nicht betreten dürfen, obwohl es nur wenige Schritte entfernt liegt. Auch die Küche ist nur auf Leute ausgerichtet, die sich abends höchstens ein paar Fertigprodukte in die Pfanne werfen. Zwei Kochplatten sind standardmässig eingebaut – auch wenn viel mehr Platz vorhanden wäre. «Wenn der Kunde einen anderen Ausbau wünscht, wird dies selbstverständlich angepasst», erklärt Pointet.

Die bisherigen Käufer seien allesamt Schweizer, die meisten aus der Region Zürich. Oft handle es sich um Leute, die ihren Wohnsitz in einer Seegemeinde hätten und zusätzlich eine Stadtwohnung benötigten. Der jüngste Zuzüger sei ein noch nicht geborenes Baby, die ältesten gegen 75 Jahre alt, meistens handle es sich aber um Leute um die Fünfzig. Die meisten stünden nach wie vor «mit beiden Beinen im Berufsleben.»

Vor allem die günstigsten Wohnungen – die Preise liegen dort bei etwas über einer Million Franken – «gingen weg wie warme Semmeln». Die teureren Objekte seien stets schwieriger zu verkaufen, wie Pointet ausführt. «Das Kundensegment ist begrenzt», nicht jeder, der sich die Preise leisten könne, wolle in einem Hochhaus in der Stadt wohnen. Dennoch ist Pointet zuversichtlich, dass die Eröffnung des Renaissance-Hotels auch bei den Wohnungskäufen zu einem Schub führen werde. Zum jetzigen Zeitpunkt sind erst zwei Drittel der Appartements verkauft.

Erstellt: 11.08.2011, 16:55 Uhr

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