Stadt will zweiten öffentlichen Elektrogrill

Der städtische Elektrogrill in Wollishofen wurde diesen Sommer rege genutzt. Dennoch gingen die Brandschäden am Rasen kaum zurück.

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Im Sommer hat Grün Stadt Zürich auf dem Savera-Areal in Wollishofen den ersten öffentlichen Elektrogrill Europas aufgestellt. Die Stadt hofft, dass damit die Vegetationsschäden zurückgingen, die durch privat aufgestellte Kohlegrills verursacht würden. Nun, da der Grill bis nächsten Frühling abgedeckt wird, zieht Hans-Jürg Bosshard, verantwortlich für Parkanlagen bei Grün Stadt Zürich, eine grundsätzlich positive Bilanz: «Der Elektrogrill wurde nicht nur benutzt, er wurde übernutzt. Oft haben sich Warteschlangen gebildet.» Das habe aber auch sein Gutes: Der Grill biete eine einmalige Kontaktmöglichkeit, sagt Andreas Freimüller, der für Grün Stadt Zürich die Akzeptanz für das neue Gerät untersucht hat. «Man kommt leicht ins Gespräch mit anderen.»

Zehn Grillstationen nötig

Trotzdem, das eigentliche Ziel, das Verhindern von Grasschäden nämlich, hat die Installation des Grills verfehlt. Hans-Jürg Bosshard geht davon aus, dass nur ein Feuerverbot entlang dem See das Problem wird lösen können. Praktisch durchsetzen liesse sich so ein Verbot aber erst, wenn es eine Alternative zum Grillieren mit Kohle gäbe. Um genug Platz für alle Grilleure zu schaffen, müsste die Stadt zehn bis zwölf Elektrogrills rund um den See aufbauen.

Weil die Installation der Geräte in den oft denkmalgeschützten Parkanlagen schwierig ist und weil die vergangene Grillsaison wegen ihres unbeständigen Wetters wenig aussagekräftig war, möchte die Stadt den Pilotversuch nächstes Jahr fortsetzen. Immerhin hat Hans-Jürg Bosshard für die kommende Saison schon einmal ein zweites Gerät bestellt, das baldmöglichst auf der rechten Seeseite, wahrscheinlich auf der Blatterwiese, installiert werden soll. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.10.2008, 22:00 Uhr

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