Stadtrat stoppt Pier-7-Abriss

Der Widerstand hat sich gelohnt. 8000 Unterschriften machen Eindruck: Das Pier 7 an der Riviera darf bis mindestens 2011 bleiben.

Die kulinarische Bootsvermietung: Pier 7 erhält ein weiteres Jahr.

Sophie Stieger

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Per Ende 2010 wollte die Stadt die Pacht kündigen, das weisse Bootshäuschen, das auch eine beliebte Beiz ist, abbrechen und ein neues im Einheitslook mit «Dächlikappen»-Dach hinstellen. Risse in den Pontons, auslaufende Konzession und die Corporate Identity aller städtischen Kleinbauten lautete die Begründung, die ausserhalb der Amtshäuser allerdings niemanden überzeugte.

78'036 Unterschriften gegen den Abriss

Innert nur zwei Monaten sammelte das Komitee Pro Pier 78'036 Unterschriften gegen den Abriss und reichte die Petition Ende April beim Präsidenten des Gemeinderates ein. Schon einen Monat zuvor hatte das Parlament ein Postulat von Urs Egger (FDP) einstimmig an den Stadtrat überwiesen, das die Erhaltung des Restaurants auf dem Pier 7 wünscht. Aber all das hätte vielleicht nichts gefruchtet, wenn im März nicht auch noch Neuwahlen gewesen wären. Gestern teilte das Polizeidepartement TA-Grafik mt überraschend mit, dass der Stadtrat in neuer Zusammensetzung den für Winter geplanten Abbruch sistiert habe. Eine Überprüfung aller bekannten Fakten habe ergeben, dass ein sofortiger Abbruch nicht zwingend sei. Die beiden zuständigen – und neuen – Stadträte Daniel Leupi (Grüne) und André Odermatt (SP) hätten deshalb entschieden, auf die Kündigung per Ende 2010 zu verzichten.https://cd.newsnetz.ch/scripts/content/content.pl?storyid=21914202&customer_id=1&nocache=1277467385#

Die Pächter Urs Lienhard und Marc Lindenmann können bis Ende 2011 weitermachen. Bis dann will die Stadt entscheiden, was mit dem Pier 7 geschehen soll. Die Überprüfung erfolgt im Rahmen einer Gesamtplanung für den oberen Limmatraum. Für diese Zeit wird die Baudirektion – die Herrin der Gewässer – eine weitere Konzession erteilen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.06.2010, 14:16 Uhr

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