Steuern: Zürcher zahlen zu viel, um von Zinsen zu profitieren

Da man von den Steuerbehörden mehr Zinsen bekommt, als von Banken, zahlen viele Zürcher absichtlich zu viel ein. Die Stadt kostet dies zweistellige Millionenbeträge.

Die Zahlungsmoral ist besser - aus eigennützigen Gründen: Steuererklärung des Kantons Zürich.

Die Zahlungsmoral ist besser - aus eigennützigen Gründen: Steuererklärung des Kantons Zürich. Bild: Patrick Gutenberg

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18 Millionen Franken bezahlte die Stadt Zürich 2010 an Zinsen an jene, die ihre Steuern vorzeitig einbezahlten. Dies berichtet 20 Minuten in seiner heutigen Ausgabe. Dabei profitieren die Frühzahler von guten Zinssätzen. Während bei Bankkonten ein Zins von weniger als einem halben Prozent anfällt, zahlt das Steueramt zwei Prozent.

Viele Steuerpflichtige nutzen dies. Die Zahlungsmoral sei wieder besser als noch vor zwei Jahren, erklärt Bruno Fässler, Vizedirektor des Steueramts der Stadt Zürich gegenüber der Pendlerzeitung. Allerdings werde oft auch übertrieben: «Steuerzahler, die gut verdienen, überweisen oft überhöhte Beträge.» Einer habe gar sein ganzes Vermögen überwiesen. Diese Strategie kann allerdings ins Auge gehen. Wie Fässler gegenüber 20 Minuten ausführt, sei es ein Rechtsmissbrauch, wenn man das Steueramt als Bank benütze. (jcu)

Erstellt: 15.08.2011, 08:02 Uhr

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