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Sushi statt Briefmarken

Mitte kommenden Jahres eröffnen im HB Zürich fünf neue Lokale. Sie gehören alle zur gleichen Gastro-Holding, welche damit im Hauptbahnhof quasi eine Monopolstellung hat.

«Sushi hat einiges Potenzial»: Patrick Candrian erklärt sein Konzept und führt durch die Gastro-Baustelle im HB Zürich.
Video: Jan Derrer

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Hinter dem übergrossen, orangen Playmobil-Mann in der Bahnhofshalle des HB Zürich entsteht Grosses: Wo momentan noch Baustellenarbeiten ausgeführt werden, sollen im Juni 2014 mehrere Gastrobetriebe die kulinarischen Bedürfnisse der Pendler befriedigen. An den alten Standort der Post kommt ein japanisches Restaurant hin, etwas weiter vorne ein zweistöckiger Glaskubus – unten Take-away, oben eine Lounge mit gehobenem Charakter.

Zielpublikum sind Geschäftsleute oder Nachtschwärmer, die dort in ihren Ausgang starten sollen. Direkt neben dem Kubus wird eine Rolltreppe hinunter zu den Gleisen der Durchmesserlinie führen. Vis-a-vis des Treffpunkts befindet sich eine weitere Baustelle: Hinter den verriegelten Türen des momentan geschlossenen Occitane entsteht eine Kaffeebar mit 30 Innen- und 30 Aussenplätzen.

Betreiberin aller neuen Gaststätten ist die Candrian Catering AG: Sie ist seit 1955 im Bahnhof tätig – was mit dem Betrieb des Bahnhofbuffets begann, ist allmählich über die Jahre angewachsen. Mittlerweile gehören das Café Federal, das Imagine, das Il Baretto und das Au Premier zum Portfolio, auch der Burger King und der Nordsee werden per Franchising-Verträge betrieben.

Stange nie mehr als fünf Franken

Die Betreiber führen eine unterirdische Küche, welche die Restaurants im HB beliefert. Ebenfalls betreibt der Familienbetrieb im Bahnhof eine Bäckerei und eine Metzgerei, welche 1500 Würste pro Woche produziert.

Trotz der quasi Monopolstellung im HB sollen die Preise im Rahmen bleiben, wie CEO Claudio Bieri versichert: «Die Stange wird im Bahnhof nie mehr als fünf Franken kosten.» Dass das Bier in der neuen Lounge mehr kosten dürfte als im Café Federal sei jedoch laut Bieri anzunehmen.

Die SBB sind ebenfalls in den Bau involviert: Als Besitzer des 1871 erbauten Bahnhofs verantwortet der Staatsbetrieb den 25 Millionen Franken teuren Rohbau. Besondere Herausforderungen stellt der Denkmalschutz dar – das alte Postgebäude muss originalgetreu nachgebaut werden. Einzig bei den Pfeilern macht man eine Ausnahme: Anstatt mit Sandstein werden diese mit Kupfersulfat angereichertem Beton gebaut. Damit soll sich die Farbe schneller dem Original des Sandsteins angleichen.

Erstellt: 13.05.2013, 16:40 Uhr

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