Tramführerin wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Die Tramführerin hatte am 2. März 2004 eine 92-Jährige angefahren. Die betagte Frau starb an den Verletzungen, die sie beim Unfall erlitt.

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Die Tramführerin wurde vom Zürcher Obergericht zu einer bedingten Geldstrafe von 3000 Franken und eine Busse von 1000 Franken verurteilt. Das Gericht war zum Schluss gekommen, Trams müssten bei Kindern und gebrechlichen Leuten besondere Vorsicht walten lassen. Dies habe die Angeklagte nicht getan.

Der Unfall hatte sich auf der Linie 8 an der Hottingerstrasse ereignet. Die Tramführerin erblickte nach der Haltestelle Hottingerplatz eine betagte Frau, die sich anschickte, den Fussgängerstreifen mit einem Stock zu überqueren.

Laut Staatsanwalt Jürg Boll beschleunigte sie das Fahrzeug trotzdem und betätigte dabei die Glocke. Dies war jedoch vergeblich, da die 92-jährige Frau schwerhörig war und das Läuten überhörte.

Die Notbremsung kam zu spät: Die 92-Jährige wurde zu Boden geschleudert und überlebte ihre Kopfverletzungen nicht. (bru/sda)

Erstellt: 10.11.2008, 20:42 Uhr

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