VBZ und Gewerkschaften beenden Streit

Die Chauffeure der Zürcher Verkehrsbetriebe erhalten Anfahrtszeiten künftig individuell vergütet. Die VBZ rechnen mit Mehrkosten von 1,3 Millionen Franken. Auch die Länge der Arbeitstage soll gekürzt werden.

Erhält bessere Arbeitsbedingungen: Eine Tramchauffeurin in Zürich-West.

Erhält bessere Arbeitsbedingungen: Eine Tramchauffeurin in Zürich-West. Bild: Keystone

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Der mehrjährige Streit um die Berechnung und Bezahlung der Wegzeiten von Tram- und Buschauffeuren bei den Zürcher Verkehrsbetrieben (VBZ) ist beendet. VBZ und Gewerkschaften haben eine Vereinbarung unterzeichnet, wie die VBZ mitteilten.

Die Einigung nach jahrelangen Verhandlungen werde von beiden Seiten «als Meilenstein in der Zusammenarbeit gesehen». Die Unterzeichnung erfolgte, nachdem die vor zwei Wochen getroffene Vereinbarung zwischen den VBZ und ihren Sozialpartnern den jeweiligen Gewerkschaftsmitgliedern zur Urabstimmung vorgelegt und angenommen worden war.

Kosten von 1,3 Millionen

Die Vereinbarung regelt im Detail, wie die Wegzeiten bei den VBZ künftig zu berechnen sind. Die VBZ rechnen mit Mehrkosten von 1,3 Millionen Franken pro Jahr. Unter Wegzeiten versteht man die Strecke vom Dienstort (Depot oder Garage) zum entsprechenden Ablöseort der Fahrerinnen und Fahrer und wieder zurück.

Bis anhin wurden die Wege zwischen einzelnen Arbeitseinsätzen teilweise generell vergütet, neu wird die Umsteigezeit via Online-Fahrplan für jede Strecke individuell berechnet. Damit würden die in der Verfügung des Bundesamtes für Verkehr vom letzten Herbst geforderten Massnahmen erfüllt, schreiben die VBZ.

Keine 14-Stunden-Schichten mehr

Geregelt wird auch die Reduktion der bisher gesetzlich möglichen 14-stündigen-Dienstschichten. Eine Reduktion sei einerseits möglich durch neue Teilzeitangestellte, die in den Spitzenzeiten eingesetzt werden. Zum anderen werden die früher pro Mitarbeiter maximal einmal pro Woche angewandten Arbeitszeiten mit knapperen Pausen und einer neuen Spätschicht verkürzt.

Es sei geplant, ab August nach den neu definierten Dienstplänen zu fahren und erste Massnahmen zur Reduktion der langen Arbeitstage zu realisieren. Die Verhandlungen über den Rahmen-GAV und weitere Bestandteile der Betriebsvereinbarung laufen weiter, mit dem Ziel per 1. Januar 2014 alle weiteren Punkte zu regeln. (mw/sda)

Erstellt: 28.04.2013, 23:45 Uhr

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