VBZ-Tramcasting: Auf Combino folgt Flexity

Nach gelb und rot sieht Zürich bald grün-beige: Das dritte Testtram fährt ab Ende Mai auf Zürcher Schienen.

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Die VBZ brauchen zwischen 30 und 60 neue Trams. Diese sollen 2016 das Tram 2000 ersetzen, dass nach 40 Jahren aus dem Verkehr gezogen wird. Für welches Tram sich Zürich schlussendlich entscheidet, ist offen. Klar ist nur, bei der nächsten Tramgeneration wird es keine Eigenkreationen wie beim Cobra-Tram geben.

Zur Auswahl stehen drei verschiedene Modelle: Das gelbe Tango-Tram aus Basel, welches im Frühling 2009 getestet wurde und von der Firma Stadler Rail hergestellt wird. Dann gibt es das feuerrote Combino-Tram, welches in Bern fährt, und dessen Testphase in Zürich letzten Freitagabend zu Ende ging. Und der dritte Kandidat folgt gemäss VBZ-Sprecherin Daniela Tobler bereits nächsten Monat: «Es handelt sich um das Flexity Outlook-Modell, welches im deutschen Augsburg in Betrieb ist. Voraussichtlich ab Ende Mai fährt also während zwei bis drei Wochen ein grün-beiges Tram durch Zürich.» Beim Bombardier-Tram der Flexity-Familie handelt es sich um ein hundertprozentiges Niederflur-Fahrzeug, welches im bayrischen Augsburg im Einsatz ist. Es ist 40 Meter lang und bietet Platz für 228 Fahrgäste. Wie auch beim Tango- und dem Combino-Tram würden bei einer definitiven Bestellung natürlich auch beim Flexity-Modell Farbe und Ausstattung den Bedürfnissen der VBZ angepasst werden.

Finanzierung muss noch geklärt werden

Noch ist offen, welches der Testtrams das Rennen macht. Denn die für letztes Jahr geplante Ausschreibung verzögert sich wegen der Wirtschaftskrise. Noch offen ist, wie sich das Sanierungsprogramm des Kantons Zürich auf die Investitionen des ZVV auswirkt, zu dem auch die VBZ gehören: «Sobald dies klar ist, wird der ZVV dem Verkehrsrat die Investitionsplanung der VBZ präsentieren. Dieser entscheidet dann, wie viel Mittel zur Verfügung stehen werden. Dies sollte noch dieses Jahr der Fall sein», erklärt ZVV-Mediensprecherin Beatrice Henes.

Danach macht die Stadt Zürich für die VBZ eine internationale Ausschreibung. Nach der Einreichung von Offerten, führt die Stadt eine Evaluation durch, in welche auch die Erkenntnisse aus den Testfahrten einfliessen. Danach schlägt die Stadt Zürich ein bestimmtes Modell vor, es folgt ein konkreter Antrag an den Verkehrsrat. Der Zeitrahmen für die definitive Bestellung ist noch offen. Ebenso wie viele Trams tatsächlich bestellt werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.04.2010, 15:57 Uhr

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