Wenn der Polizist mit dem Tablet kommt

Die Stadtpolizei beschreitet beim Einbruchschutz neue Wege. Gemeinsam mit der Universität Zürich hat sie eine IT-gestützte Lösung entwickelt.

Der moderne Polizist berät mit Tablet: Einbruchschutz. (Video: Stadtpolizei Zürich)


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300 Beratungen zum Einbruchschutz führt die Stadtpolizei Zürich jährlich durch. Die meisten Ratsuchenden melden sich, wenn bei ihnen eingebrochen worden ist. Statt mit einem Beratungskoffer voller Prospekte, Merkblätter und Informationsbroschüren kommen die Präventionsspezialisten heute mit einem einfachen Tablet zu den Ratsuchenden.

Vor Ort können sie mit der integrierten Kamera Übersichts- und Detailaufnahmen von Schwachpunkten wie Türen oder Fenstern machen, die Bilder mit Markierungen und Skizzen versehen und Informationen zu den Beratungsgesprächen hineinschreiben. So kann noch vor Ort ein individuell zugeschnittener Sicherheitsplan verfasst werden. Dieser wird dem Kunden dann per E-Mail geschickt.

Interesse aus Deutschland

«Der Sicherheitsplan dient den Ratsuchenden als Entscheidungshilfe zu baulichen Massnahmen und für die Offerteinholung bei Sicherheitsfirmen», sagte Rolf Nägeli, Chef der Prävention Stadtpolizei, an einer Medienorientierung von heute Montag. Eine Liste von Sicherheitsfirmen wird in Form eines PDFs an das E-Mail angehängt.

Das neue Beratungstool hat die Stadtpolizei mit dem Institut für Informatik der Universität Zürich (IFI) seit 2012 erarbeitet. Seit 2014 ist auch die Kantonspolizei Zürich am Pilotprojekt beteiligt. Inzwischen ist der Testbetrieb abgeschlossen und ausgewertet. Das Feedback von über 150 Ratsuchenden sei äusserst positiv, sodass das Tool weiterhin bei der Stadtpolizei Zürich eingesetzt werde. Inzwischen haben weitere Kantone Interesse angemeldet, ebenso zwei deutsche Bundesländer, wie IFI-Professor Gerhard Schwabe sagte. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.02.2015, 16:19 Uhr

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