«Wenn die SVP das tut, wird es eng für die Bürgerlichen»

Nach der Wahlschlappe in Zürich denkt die FDP daran, mit Schwergewichten um drei Sitze im Stadtrat zu kämpfen. Das freut SP-Co-Präsidentin Beatrice Reimann. Und sie gibt der SVP taktische Tipps.

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Die FDP will 2014 möglicherweise mit Doris Fiala und Filippo Leutenegger zwei politische Schwergewichte ins Rennen um Sitze im Stadtrat schicken. Doris Fiala wird zugetraut, dass sie das Stadtpräsidium attackieren könnte. Wie würde die SP diesen Angriff parieren?
Wir sind nicht erstaunt. Das gehört zum Wahlkampf. Konkurrenz belebt ja schliesslich das Geschäft.

Welche Leistungen von Frau Mauch werden Sie im Wahlkampf besonders herausstreichen?
In erster Linie ihre Dossierfestigkeit und ihre Zuverlässigkeit. Dann auch ihre Nähe zu den Menschen, sowohl intern bei der Arbeit wie auch in der Öffentlichkeit.

Die FDP möchte einen Sitz behalten und zwei weitere Sitze erobern. Welche beiden Sitze halten Sie für die gefährdetsten?
Bei Links-Grün einzubrechen, wird sehr schwierig für die FDP. Was wir noch nicht wissen, ist, wie die Alternative Liste in ihrer neuen Situation als Stadtratspartei agieren wird, und ob sie den Sitz zu verteidigen vermag. Einen dritten Sitz könnte die FDP wohl nur auf Kosten der Bürgerlichen gewinnen.

Auch die SVP will mit bis zu drei Kandidaten antreten. Trauen Sie der SVP einen Erfolg zu?
Wenn sie dies tatsächlich tut, wird es eng für alle Bürgerlichen, weil sie sich gegenseitig die Stimmen wegnehmen würden. Links-Grün wurde zu gut gewählt, als dass man sich so etwas leisten kann. Aber der Wahlkampf bietet immer wieder Überraschungen.

Man hat den Eindruck, der Wahlkampf sei bereits lanciert. Ist das so?
Offiziell werden wir erst am 4. Juli mit der Vorstellung der Bewerber in den Ring steigen. Aber unsere interne Wahlkampfgruppe ist schon lange bei der Arbeit.

Erstellt: 29.04.2013, 13:04 Uhr

Beatrice Reimann war von 2002–2012 Gemeinderätin und ist seit 2009 Co-Präsidentin der SP Stadt Zürich. (Bild: zvg)

Das sagt die Stadtpräsidentin

Zu den bürgerlichen Plänen für die Wahlen im Februar 2014 äussert sich die amtierende Stadtpräsidentin Corine Mauch wie folgt:

«Ich kommentiere die Pläne der anderen Parteien nicht. Ich werde mich 2014 welcher Konkurrenz auch immer gerne und mit vollem Engagement stellen.»

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