Wie der Prime Tower das Stadtbild beeinflusst

Hat das höchste Gebäude der Stadt das Potenzial zum neuen Wahrzeichen? Das Hochbaudepartement sagt nein. Dafür habe der Prime Tower andere wichtige Qualitäten.

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Anfang Juli hat er seine definitive Höhe erreicht. 126 Meter über der Stadt ist der Ausblick atemberaubend, das ist unbestritten. Anders sieht es von unten aus: Vielen ist der Prime Tower zu hoch für Zürich, andere bezeichnen ihn lediglich als «Türmchen». Genauso lässt es sich über die grüne Glasfassade oder die nach unten verengte Form diskutieren. Tatsache ist, dass der Turm vorgängig im international besetzten Wettbewerb einstimmig als Siegerprojekt bestimmt wurde.

Kein Postkartensujet

Zugunsten des vom Zürcher Architekturbüros Gigon/Guyer konzipierten Turms sprachen vor allem «das kristalline Äussere, das sich vom Umfeld abgrenzt, die feinen Bewegungen und Vorsprünge, die vielfache Nutzbarkeit des pragmatisch grossen Grundrisses und die statische Konzeption mit den vorgespannten Decken». So die Begründung der Jury. Die Zürcher Bevölkerung macht sich zum Turm ihre eigenen Gedanken. Taugt er als Orientierungspunkt? Trägt er zur visuellen Identifikation der Stadt bei? Wird er das Postkarten-Zürich beeinflussen? Oder könnte er gar dem Grossmünster den Platz um das Wahrzeichen der Stadt streitig machen?

Tagesanzeiger.ch begab sich an Orte, von wo aus der Prime Tower stark auf das Stadtbild Einfluss nimmt. Die daraus entstandenen Bilder hat Urs Spinner, Sprecher des städtischen Hochbaudepartements, kommentiert.

Erstellt: 28.07.2010, 11:40 Uhr

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