Wie reagiert die Street-Parade auf «Nizza»?

Grosse Menschenansammlungen stehen seit der Lastwagen-Amokfahrt in Frankreich noch mehr im Fokus als sonst. Mit Folgen für den Techno-Umzug.

1 Million: Selten haben so viele um die Love-Mobiles getanzt wie bei der Hitzeparade 2015.

1 Million: Selten haben so viele um die Love-Mobiles getanzt wie bei der Hitzeparade 2015. Bild: Ennio Leanza/Keystone

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Zürich lädt am 13. August zum 25. Mal zur Street-Parade - und lässt wie immer Lastwagen um das Zürcher Seebecken fahren, begleitet von hunderttausenden Tanzwütigen. Nach der Amokfahrt in Nizza, als ein Mann mit einem LKW in die Menge fuhr und dabei über 80 Personen umbrachte, reagiert die Zürcher Stadtpolizei.

«Die Vorkommnisse in Nizza werden bei der Einsatzplanung berücksichtigt und das Aufgebot entsprechend angepasst», sagt Mediensprecher Michael Walker. Dabei spricht er sowohl von zivilen wie auch uniformierten Polizisten. Ausserdem sei man laufend in Kontakt mit anderen Polizeikorps und den Bundesbehörden, so Walker weiter.

Street-Parade-Konzept bleibt

Die 2,4 Kilometer lange Street-Parade-Route wird dieselbe sein wie in den Vorjahren. Der Tross mit den 30 Love-Mobiles startet beim Utoquai. Danach rollen die Trucks rund um das Seebecken bis zum Hafen Enge. Laut Stefan Epli, Mediensprecher der Street-Parade, ist man sich der Gefahren bewusst - passe das Sicherheitskonzept aber nicht speziell an. «Wir kennen die Gefahren der Lastwagen. Das Sicherheitskonzept wird zusammen mit der Stadtpolizei Zürich seit 24 Jahren jährlich verfeinert», sagt Epli.

Der Verein Street-Parade bezahlt rund 160'000 Franken für privates Sicherheitspersonal. Hinzu kommen rund 100'000 Franken für die Sicherheit rund um die Love Mobiles. Weder die Stapo noch die Organisation der Street-Parade wollen mehr zum Sicherheitskonzept sagen. «Zu den konkreten Massnahme können wir aus Sicherheitsgründen keine Angaben machen», sagt Walker.

Das Jubiläums-Motto in diesem Jahr lautet: Unique! Zurich is unique! You are unique! Ein nicht sehr viel aussagender Slogan. Aber ursprünglich ist die Street-Parade eine Demonstration für Liebe, Friede, Freiheit, Grosszügigkeit und Toleranz. Das wäre heute nötiger denn je. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.07.2016, 16:01 Uhr

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