«Wiedikerli» werden aargauisch

Die Zürcher Kultwurst bekommt einen neuen Besitzer. Die Metzgerei Keller wird an eine Aktiengesellschaft aus Lenzburg verkauft.

Die Zürcher Antwort auf die St.-Galler-Bratwurst: Die «Wiedikerli» der Metzgerei Keller.

Die Zürcher Antwort auf die St.-Galler-Bratwurst: Die «Wiedikerli» der Metzgerei Keller. Bild: Sabina Bobst

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Urs Keller, Inhaber der Metzgerei Keller am Zürcher Manesseplatz, hat die Zukunft seines Ladens geregelt: Der diplomierte Metzgermeister verkauft das 1934 gegründete Familienunternehmen – dessen Spezialität, die Rostbratwürste namens «Wiedikerli», sind stadtbekannt – an die aargauische Heba Food Holding AG. Die Firma mit Sitz in Lenzburg beschäftigt derzeit mehr als 500 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von mehr als 200 Millionen Franken. Die Würste sind mittlerweile auch im Coop Sortiment und nicht nur noch in Delikatessengeschäften erhältlich.

Als Grund für den Verkauf des Traditionsgeschäfts nennt Urs Keller in der Pressemitteilung eine «vorausschauende und klar konzipierte Nachfolgeregelung». Dieser Entscheid wurde nötig, weil Kellers Kinder Yves (24) und Laurence (22), die derzeit beide noch studieren, andere berufliche Wege einschlagen wollen.

Alle 60 Mitarbeiter werden übernommen

Keller ist aber überzeugt, mit der Heba Food Holding AG die ideale Partnerin gefunden zu haben – Kern des Unternehmens sei die Traitafina AG, die, wie seine eigene Metzgerei, seit Jahren für Qualität, Innovation und enge Kundennähe stehe: «Die beiden starken Marken werden den Markt beleben», so Keller in der Mitteilung.

Ein wichtiger Part des Deals ist auch, dass alle 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Metzgerei Keller (und damit viel Know-how) vom neuen Partner übernommen werden. Zudem bleibt der 56-jährige Keller auch künftig Geschäftsführer seiner Metzgerei, ebenso werden der Name des Betriebs und der Standort des Ladengeschäfts in Wiedikon beibehalten. Über den Kaufpreis haben die involvierten Parteien Stillschweigen vereinbart. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.06.2017, 07:52 Uhr

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