«Wir richten uns nicht an Krawallmacher»

Die Stadt will es Jugendlichen einfacher machen, legal eine Outdoor-Party zu organisieren. Über ein Thema schweigt sich Polizeivorsteher Daniel Leupi allerdings aus.

«Wir hatten schon vor den Krawallen Probleme»: Daniel Leupi, Zürcher Polizeivorsteher. (Video: Jvo Cukas).

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Die Stadt will Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Outdoor-Partys künftig einfacher legal organisieren zu können. Dazu hat sie einen Kriterienkatalog ausgearbeitet. Unter anderem soll stets eine Person als Verantwortlicher für die Veranstaltung angegeben werden, der von den Behörden kontaktiert werden kann. Zudem können Partys nur an Orten stattfinden, welche weder den Verkehr noch Anwohner stören.

Welche Orte in der Stadt Zürich dafür in Frage kommen, will Leupi nicht öffentlich machen. Man warte auf Vorschläge der Jugendlichen. Bisher fanden illegale Partys oft bei der Allmend, beim GZ Wollishofen oder im Wald am Zürichberg statt.

Krawallmacher unerwünscht

Obwohl die neue Bewilligungspraxis auf die Ausschreitungen im vergangenen September folgte, stellt Polizeivorsteher Daniel Leupi im Interview klar: «Wir richten uns nicht an Krawallmacher, sondern an Jugendliche, die friedlich ein Fest feiern wollen.»

Erstellt: 02.04.2012, 13:38 Uhr

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