Wo WM-Fans mitfiebern können

Für die vier Wochen der Fussball-WM lassen sich Zürcher Gastronomen einiges einfallen. Es gibt auch die beliebten Public Viewings.

Gute Laune, wenn die Schweiz überzeugt: Schweiz-Anhängerin bei einem Spiel der letzten Euro.

Gute Laune, wenn die Schweiz überzeugt: Schweiz-Anhängerin bei einem Spiel der letzten Euro. Bild: Keystone

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Vom 11. Juni bis 11. Juli können Fussball-Fans die WM-Spiele im Innenhof des Landesmuseums in Zürich mitverfolgen. Das Haus Hiltl hängt dort in einem grossen Rundzelt 30 Flatscreen-Bildschirme an die Decke. Auf den Einsatz einer Grossleinwand verzichtet Geschäftsführer Rolf Hiltl: «Wir wollen nicht, dass alle Besucherinnen und Besucher in dieselbe Richtung glotzen.» Das Konzept habe sich bereits während der EM vor zwei Jahren im Hiltl-Zelt auf dem Münsterhof bewährt. Die Menschen sollen TV Schauen, aber auch plaudern, trinken und essen.

Im Angebot stehen die vegetarischen Hiltl-Spezialitäten, aber auch Würste. Diese verkauft Hiltl nicht selbst. Er lässt sie von einem «Gastgrilleur» auf einem Holzofengrill zubereiten. «Ich könnte darauf verzichten», sagt Rolf Hiltl. Aber da viele Fussball-Fans eine Wurst zum Spiel geniessen wollen, habe er sich für die Lösung mit dem Gastgrill entschieden. Die WM-Lounge im Hof ist täglich von 12 bis 23.30 Uhr geöffnet.

Das Vegi-Restaurant ist während der WM nicht nur im Hof des Landesmuseums präsent: Am Züri-Fäscht vom 2. bis 4. Juli überträgt Hiltl die WM-Viertelfinals auch auf einem 4 mal 7 Meter grossen LCD-Schirm auf dem Sechseläutenplatz. Dort veranstaltet der Club Hiltl unter dem Motto «Bellevue Party-Heaven» drei Tage lang Partys und Konzerte. Auch auf dem Sechseläutenplatz kommt ein Gastgrill zum Einsatz.

Sechs Gesuche für Public Viewings bewilligt

Abgesehen vom Züri-Fäscht bleiben das Bellevue, die Innenstadt und das Seebecken während der Weltmeisterschaft aber eine fussballfreie Zone. Der Stadtrat hat beschlossen, in diesen Gebieten zum Schutz der Anwohner keine Public Viewings zuzulassen.

Bewilligt hat die Stadt bis jetzt sechs Gesuche für Public Viewings. Am Grünauring, auf dem Röschibachplatz und in der Sportanlage Fronwald in Affoltern werden während Quartieranlässen einige Spiele auf Grossleinwand gezeigt. Für die gesamte WM-Dauer haben bis jetzt Projekte auf dem Kanzleiareal, an der Zollstrasse und in der Gessnerallee Bewilligungen erhalten. Sieben Gesuche sind noch hängig. Bewilligungspflichtig sind Live-Übertragungen im Freien.

Auf dem Kanzleiareal stellen die Xenix-Betreiber ein Zelt mit Grossleinwand auf. Der Bierbrauer Amboss zeigt die Spiele in seiner Lagerhalle an der Zollstrasse auf zwei Grossleinwänden. Und auch das Restaurant Reithalle an der Gessnerallee bietet ein überdachtes Public Viewing.

Sportsman Club ist wieder aktiv

Das El Lokal gleich gegenüber zeigt die Spiele auf mehreren Leinwänden und Bildschirmen, im Pier West beim Oberen Letten wird ein 4 mal 4 Meter grosser LED-Bildschirm aufgestellt. Der «Glatte Köbi» zieht dieses Jahr ins Exil beim Schiffbau, wo auch Konzerte stattfinden werden. Im Kaufleuten ist ein «Private Public Viewing» geplant. Im Hof können elf Abteile à vier bis zehn Plätze gebucht werden.

Wie vor zwei Jahren zeigt das Razzia die Fussballspiele im ehemaligen Kino im Seefeld. Auch der Sportsman Club ist wieder aktiv. Diese WM macht er Station im Restaurant Divine zwischen Stauffacher und Bahnhof Wiedikon. Alle Spiele überträgt die Mumbai Bar an der Neufrankengasse im Kreis 4. Die wichtigsten Matches werden auch im Garten des benachbarten Tessinerkellers gezeigt.

Erstellt: 16.05.2010, 12:31 Uhr

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