Wohnungsmarkt: Via Homepage ins Heim

Der Wohnungsmarkt in der Stadt Zürich ist staubtrocken: Gerade mal 57 Wohnungen waren im Juni 2008 frei. Doch die Suche muss nicht im Frust enden - man muss nur die richtigen Websites kennen.

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Wer in Zürich eine Wohnung sucht, braucht starke Nerven und viel Zeit. «Seit vier Monaten bin ich nun schon auf der Suche und habe noch immer nichts Passendes gefunden», sagt die Studentin Andrea Schneider gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. «Entweder sind die Wohnungen unbezahlbar oder es bewerben sich über 100 Leute dafür, da habe ich keine Chance.» Doch obwohl die Nerven der 26-Jährigen blank liegen, sehen die Aussichten auf einen baldiges Ende der Wohnungssuche schlecht aus: Wie das Statistische Amt des Kantons Zürich am Dienstag bekannt gab, ist die Zahl der leer stehenden Wohnungen in der Stadt Zürich innert Jahresfrist von 180 auf 57 gesunken.

Wohnungssuche im Internet: Gewusst wo

Die Lage ist aber nicht hoffnungslos. Wer ausserhalb des offiziellen Wohnungsmarktes auf alternativen Homepages nach einer neuen Bleibe sucht, darf sich bessere Chancen ausrechnen. So werden beispielsweise auf der Homepage von Ronorp.net derzeit 90 Wohnungen im Raum Zürich angeboten. «Diese Wohnungen bieten vor allem Leute an, die sofort einen Nachmieter suchen, weil sie ausserterminlich ausziehen müssen. Unser Dienst ist gratis und unkompliziert, das macht sie für kurz entschlossene User attraktiv», sagt Christian Klinner, Mitgründer von Ronorp.net.

Ähnlich sieht die Situation auf Students.ch aus, wo die Inserate ebenfalls gratis ins Netz gestellt werden können. 73 Wohnungen in Zürich sind gegenwärtig auf dieser Homepage zu finden zu Mietpreisen ab 400 Franken. «Der Bereich Wohnen ist bei unseren Usern sehr beliebt und wird rege genutzt», erklärt Marketingleiter Sandro Alvarez. «Das Angebot von Students.ch wird vor allem auch zur Suche von WG-Zimmern genutzt. Wir haben derzeit ein Angebot von über 100 Zimmern ab 200 Franken Monatsmiete für den Raum Zürich.»

Wohnungstausch als Alternative

Auffällig findet Christian Klinner die Zunahme der Wohnungstauschangebote auf Ronorp.ch. «52 User bieten derzeit ihre Wohnung als Tauschobjekt an. Das ist ein Indiz für die angespannte Situation auf dem Markt», sagt Klinner, «es kommt aber häufig vor, dass die Wohnungssuchenden bereit sind, hohe Vermittlungsgebühren zu bezahlen. Ein User bietet derzeit sogar 5000 Franken für die Vermittlung einer simplen Zweizimmerwohnung. Auf unserem Forum wurde bereits diskutiert, ob es noch moralisch sei, solche Preise zu bieten. Die Spirale scheint sich immer höher zu schrauben.»

Welche Erfahrungen haben Sie bei der Wohungssuche gemacht? Was sind ihre Tipps und Tricks? Wie tief würden Sie in die Tasche greifen für eine schöne Wohnung? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an ta-lokal.newsnetz@tages-anzeiger.ch (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.08.2008, 13:52 Uhr

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