Zivilschützer am Botellón: SVP verurteilt Einsatz

Schutz und Rettung Zürich hat für das kommende Wochenende 90 Zivilschützer aufgeboten. Sie rechnen wegen des geplanten Botellóns mit einem Grossandrang in der Patientensammelstelle. Bürgerliche Politiker sind empört.

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Am kommenden Wochenende stehen Grosskampftage für Zivilschützer und Sanitäter an. Langstrassenfest, Leichtathletikmeeting, Dörflifest, Theaterspektakel und diverse Quartierfeste stehen auf dem Programm. Und am Freitagabend soll es auf der Blatterwiese nun auch noch zum grossen Massenbesäufnis kommen. Laut einem Bericht im «Blick» bekamen nun rund 90 Zürcher Zivilschützer das Aufgebot, um an diesem ereignisreichen Wochenende im Einsatz zu stehen.

«Es ist dasselbe Vorgehen wie an anderen Grossveranstaltungen in der Stadt», erklärt Fabian Hegi, Mediensprecher von Schutz und Rettung Zürich, auf Anfrage. Man wolle auf alle möglichen Patienten des Wochenendes vorbereitet sein, «die rund 90 verschickten Aufgebote beinhalten daher auch eine Personal-Reserve.»

Kostenfrage wird im Polizeidepartement geklärt

Schutz und Rettung Zürich sei vom Stadtrat beauftragt worden, das Dispositiv allen Eventualitäten anzupassen. «Aufgrund der anderen Veranstaltungen an diesem Wochenende, müssen wir auf eine erhöhte Anzahl von Patienten vorbereitet sein. Da die Patientensammelstelle nicht kurzfristig in Betrieb genommen werden kann, musste das nötige Personal dafür frühzeitig aufgeboten werden», erklärt Hegi weiter. Über die Kosten, die der Einsatz der Zivilschützer am Wochenende verursachen wird, konnte Hegi keine Angaben machen: «Die Kostenfrage wird zurzeit im Polizeidepartement abgeklärt.»

Tuena: «Das ist ein Präjudiz»

Für Mauro Tuena, Fraktionspräsident der Zürcher SVP, ist dieser Einsatz der Zürcher Zivilschützer unhaltbar. Es könne nicht angehen, dass jedermann zu einer Party auf öffentlichem Grund aufrufe und dann die Stadt Zürich die Folgen ausbaden müsse. «Das ist ein Präjudiz», so Tuena, «wir werden heute eine Fraktionserklärung zu dieser Angelegenheit abgeben.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.08.2008, 07:32 Uhr

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