Zoo Zürich: Vogelweibchen mauert sich zu

Nach über zehn Jahren hat sich der afrikanische Grautoko im Zoo Zürich erfolgreich vermehrt. Während der Brutzeit verschanzt sich das Weibchen im Nistkasten.

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Das grau gefiederte Tier gehört zu den Nashornvögeln. Der Name rührt nicht von der Lebensgemeinschaft mit dem Dickhäuter, sondern geht auf die grossen, oft an das Horn des Nashorns erinnernden Schnäbel zurück.

1997, sieben Jahre nach Ankunft der ersten Grautokos im Zürcher Zoo, brütete erstmals ein Paar erfolgreich. Und dieses Jahr hat sich der Bruterfolg wiederholt. Das Weibchen mauerte sich zuerst selber bis auf einen kleinen Schlitz in einem Nistkasten ein - mit Baumaterial, das das Männchen herbeischaffte.

Weibchen riskiert hinter Mauer eigenes Leben

Das eingebunkerte Weibchen ist während der rund einmonatigen Brutzeit völlig vom Männchen abhängig, macht es doch parallel zur Brut eine Mauser durch und ist völlig flugunfähig. Es zeigt sich aber gleichzeitig risikobewusst, wie Zoo-Kurator Robert Zingg betonte.

So beginne es mit der Eiablage erst, wenn sich das Männchen einige Tage als Nahrungslieferant bewährt habe. Dass die Jungen Ende Juli schlüpften, weiss Zingg wegen der «Bettellaute» des Nachwuchses. Wie vielzählig dieser sei, wisse man aber erst, wenn das Weibchen nach der rund 40-tägigen Nestlingszeit in den nächsten Tagen die selbstgewählte Isolation durchbreche.

Nachwuchs auch bei anderen gefiederten Exoten

Ebenfalls Nachwuchs gab es Ende Juli beim wesentlich bunteren, rot-weiss-schwarzen Furchenschnabel-Bartvogel. Auch dieser Afrikaner lebt in Gemeinschaft mit den Säugetieren. Und auch er hat eine Besonderheit: Die Weibchen lassen sich kaum von den Männchen unterscheiden. Um das Geschlecht der beiden Jungen zu bestimmen, musste der Zoo zum DNA-Test greifen. (mro/sda)

Erstellt: 20.08.2008, 14:37 Uhr

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