Zu tiefe Löhne beim Bau von teurem Hotel?

Auf der Baustelle für das Zürcher Luxushotel Atlantis sind die Maschinen heute zwei Stunden lang stillgestanden: Die Gewerkschaft Unia blockierte die Arbeiten wegen Lohndumping.

Die Bauherrschaft zeigt sich überrascht von den Vorwürfen: Die Baustelle des Hotels Atlantis im vergangenen Sommer.

Die Bauherrschaft zeigt sich überrascht von den Vorwürfen: Die Baustelle des Hotels Atlantis im vergangenen Sommer. Bild: Steffen Schmidt/Keystone

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Nach Angaben von Unia-Sprecher Lorenz Keller sind auf der Baustelle für das Hotel Atlantis in Zürich knapp 30 Gipser und Trockenmaurer aus Ungarn von Lohndumping betroffen. Es gebe seit Wochen immer wieder Hinweise, dass den Arbeitern zu wenig bezahlt werde. Deshalb habe die Unia am heutigen Mittwochmorgen die Arbeiten für zwei Stunden blockiert. Mithilfe eines ungarischen Übersetzers würden die Bauarbeiter nun befragt, um alle Fakten auf den Tisch zu bringen.

Die Bauherrschaft Neue Hotel Atlantis AG zeigte sich in einer Mitteilung überrascht von den Vorwürfen. Der Generalunternehmer Priora sei verpflichtet, bei seinen Subunternehmern regelmässig Kontrollen durchzuführen. Lohndumping sei zu verurteilen. Trotzdem könne es leider nie hundertprozentig ausgeschlossen werden. Priora werde den Anschuldigungen nachgehen. Bisher gebe es aber keine Hinweise darauf, dass an den Anschuldigungen der Unia etwas dran sei.

Bau soll im Sommer fertig sein

Die Bauarbeiten am neuen Luxushotel oberhalb des Stadtspitals Triemli sind seit Juli 2013 im Gang und sollen im Juni abgeschlossen sein. Der lange Jahre leer stehende und als Studenten- und Asylbewerberheim zwischengenutzte Bau soll als Teil der Tessiner Hotelkette Giardino eröffnet werden. (hub/sda)

Erstellt: 25.02.2015, 12:34 Uhr

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