Zürcher Kinderspital prüft mehr Stellen für Assistenzärzte

Im Juli pfiff das Verwaltungsgericht das Zürcher Kinderspital zurück, weil dessen Assistenzärzte zu lang arbeiten. Das Spital akzeptiert nun das Urteil und geht über die Bücher.

Muss wegen der Arbeitszeiten der Assistenzärzte über die Bücher: Das Kinderspital in Zürich. (Archivbild: Keystone)

Muss wegen der Arbeitszeiten der Assistenzärzte über die Bücher: Das Kinderspital in Zürich. (Archivbild: Keystone)

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Das Zürcher Kinderspital will das Urteil des Verwaltungsgerichtes wegen zu langer Arbeitszeiten der Assistenzärzte nicht ans Bundesgericht weiterziehen. Die Erfolgschancen seien gering, sagte Spitaldirektor Markus Malagoli auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Für das Kinderspital bedeutet dies, dass es die Vorgaben bezüglich Arbeitszeiten der Assistenzärzte künftig einhalten muss. Ob nun mehr Stellen geschaffen werden, ist noch unklar. Man werde analysieren, was notwendig sei, so Malagoli. Dies werde einige Monate dauern.

Das Zürcher Verwaltungsgericht war im Juli zum Schluss gekommen, dass das Kinderspital wegen der Arbeitszeiten ihrer Assistenzärzte gegen das Arbeitsgesetz verstösst. Statt maximal 50 Wochenstunden und maximal sechs Tage am Stück sind die jungen Ärzte am «Kispi» häufig länger im Dienst.

Das Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit wies das Spital in einer Verfügung an, die Regeln umgehend einzuhalten, was das «Kispi» aber ablehnte. Es wehrte sich vor dem kantonalen Verwaltungsgericht gegen die Anordnungen der Behörden - ohne Erfolg. (thu/sda)

Erstellt: 11.08.2014, 18:05 Uhr

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