Zürcher Satiremagazin vor dem Aus

Das Hauptstadt-Magazin des ehemaligen Blick-Reporters Reda El Arbi schreibt rote Zahlen. Für die April-Ausgabe gibt es einen vorläufigen Druckstopp.

Reda El Arbi, Gründer und Chefredaktor des Satiremagazins Hauptstadt.

Reda El Arbi, Gründer und Chefredaktor des Satiremagazins Hauptstadt. Bild: Doris Fanconi

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Dem im letzten Herbst lancierten Hauptstadt-Magazin droht das Aus. Nach nur fünf Ausgaben gibt es für die neueste Nummer, die im April hätte erscheinen sollen, einen vorläufigen Druckstopp. Dies geht aus einem internen Mail hervor, welches Hauptstadt-Redaktoren an potentielle Geldgeber versandten. Darin ist von roten Zahlen und von fehlenden Inserenten die Rede.

«Wir können noch nicht genau sagen, wie es weitergeht, das nächste Heft erscheint sicher zwei Wochen verspätet», bestätigt Chefredaktor und ehemaliger Blick-Reporter Reda El Arbi gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Entweder stoppen wir, oder wir arbeiten eine neue Verlagsstrategie aus», fügt er an. El Arbi ist überzeugt, dass die Inserenten gerade bei Satiremagazinen zögerten, weil sie dort Seite an Seite mit «deftigen Inhalten» stünden.

Im halben Jahr seines Bestehens generierte das Magazin 1000 Abonnenten und verteilte monatlich rund 1400 Hefte an Kiosken in und um Zürich. «Wir haben von den Lesern stets positives Feedback erhalten», versichert El Arbi. Demzufolge möchte er bei einer Weiterführung des Magazines inhaltlich nichts ändern. Dass ein Satiremagazin Grenzen überschreiten sollte, davon ist der Chefredaktor indes überzeugt.

Noch anfangs Monat war Hauptstadt wegen einem fiktiven Interview mit dem Antifeministen René Kuhn in den Schlagzeilen. Kuhn wollte daraufhin gegen El Arbi klagen. Ebenso geriet das Heft bei der Lancierung mit der Staatskanzlei in einen Zwist, dies weil das Logo des Satiremagazins jenem der Beamtenstelle zu stark glich. (dsa)

Erstellt: 26.03.2011, 11:07 Uhr

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