Zürich erhält drei neue 80-Meter-Wohntürme

In Altstetten plant die Credit Suisse eine Grossüberbauung mit drei Hochhäusern. Damit wird das Quartier um den Bahnhof immer mehr zum Manhattan Zürichs.

Trilogie in Braun: Das Bauprojekt des Pariser Architekten Dominique Perrault für die Vulkanstrasse 110 in Zürich-Altstetten.

Trilogie in Braun: Das Bauprojekt des Pariser Architekten Dominique Perrault für die Vulkanstrasse 110 in Zürich-Altstetten. Bild: PD

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Das SBB-Grossprojekt Westlink beim Bahnhof Altstetten erhält Konkurrenz. Sie kommt an die Vulkanstrasse gleich westlich entlang der Gleise und heisst – an die Strasse angelehnt – Vulcano. Auf dem ehemaligen BASF-Areal plant die CS-Anlagestiftung Real Estate Switzerland mit dem Generalunternehmer Steiner eine zusammenhängende Überbauung mit fünf Sockelbauten und drei 80 Meter hohen Türmen.

Im Erdgeschoss und den ersten vier Stockwerken sind 15'000 Quadratmeter für Gewerbe, Gastronomie und Dienstleistungen wie Kinderkrippe und Fitnesscenter vorgesehen, darüber 299 Wohnungen. Dazu kommen 209 unter- und 37 oberirdische Parkplätze. Die Bruttogeschossfläche beträgt 45'000 Quadratmeter. Zum Vergleich: Die Ikea Spreitenbach hat 34'400 Quadratmeter Bruttogeschossfläche.

Bezug 2018

Wohnungsgrössen und Ausbaustandard sind gemäss Daniela Zulauf Brülhart, Kommunikationsleiterin Real Estate Asset Management der CS, noch offen. Und damit auch die Mietpreise. Sie verweist dabei auf ein ähnliches Projekt aus demselben Haus: In den beiden Hochzwei-Türmen beim Luzerner Fussballstadion Swisspor-Arena gibt es einen Mix aus Hoch- und Mittelpreis-Wohnungen und ebenfalls ein breites Dienstleistungsangebot.

Das Vulcano zeichnet sich laut Zulauf Brülhart durch filigrane Architektur aus. Diese stammt vom Pariser Architekten Dominique Perrault, der beispielsweise die spektakuläre ETH-Erweiterung in Lausanne oder das neue Bahnhofsareal von Locarno entworfen hat. «Die Nähe zum Bahnhof Altstetten ist ein wichtiger Standortvorteil», ist Zulauf Brülhart überzeugt. Die Höhe der Kosten wird nicht kommuniziert. Die Baueingabe ist gemacht. Geplant ist, die Überbauung bis 2018 fertigzustellen.

14 Hochhäuser in Altstetten

Damit wächst Altstetten immer mehr in die Höhe und wird zur Konkurrenz zu den Hochhausquartieren Zürich-West und Oerlikon. Neben dem erwähnten, 57 Meter hohen Westlink-Komplex der SBB, der zur Hälfte schon gebaut ist und noch den 80-Meter-Tower erhält, gibt es zahlreiche weitere Hochhäuser und Hochhausprojekte.

So ist südöstlich des Bahnhofs, zwischen der Hohlstrasse und den Bahngleisen, die Überbauung Letzibach C am Entstehen. Dort bauen die SBB 185 Wohnungen in einem Komplex mit zwei Hochhäusern à 50 Meter.

64 und 47 Meter hoch werden zwei der acht Gebäude, welche Mobimo auf dem derzeit noch besetzten Labitzke-Areal an der Albulastrasse plant. Hier sollen 280 Wohnungen entstehen. Gar 1000 Wohnungen werden es auf dem Areal des ehemaligen Zollfreilagers im angrenzenden Albisrieden. Auch hier werden die «obersten» Mieter aus 40 Metern Höhe auf ihre Nachbarn schauen können.

Schon der Bahnhof ist ein Hochhaus

Ebenfalls 40 Meter hoch soll der Neubau des Diakoniewerks Bethanien an der Buckhauserstrasse werden. Da mutet das sechsgeschossige neue Gebäude der Sika geradezu munzig an.

Altstetten, dessen Bahnhofsgebäude mit 32 Metern Höhe schon ein kleines Hochhaus ist, hat einige hohe Gebäude. Das bisher höchste ist – ex aequo mit dem Westlink-Gebäude Plaza – der 57 Meter hohe Grünau-Turm. Das Hochhaus Obsidian an der Hohlstrasse misst 52 Meter, das Bourquingebäude an der Ecke Luggweg-/Albulastrasse 47 Meter, das IBM-Hochhaus 44 Meter und das James-Hochhaus an der Ecke Flüela-/Anemonenstrasse 40 Meter.

Höher als die beiden 80-Meter-Gebäude von Vulcano und Westlink sind in Zürich nur sechs Gebäude: Der Prime Tower (126 Meter), zwei der vier Hardau-Häuser (95 und 86 Meter), der Sunrise Tower (88), das Swissôtel (85) und der Mobimo Tower (81). (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.07.2014, 15:43 Uhr

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