Zürich rechnet nicht mehr mit Defizit

Der Zürcher Stadtrat rechnet 2019 mit einem kleinen Plus von gut 40 Millionen Franken. Vor einem Jahr war er noch weniger optimistisch.

«Das Wachstum der Stadt ist auch eine finanzielle Herausforderung», sagt Zürichs Finanzvorsteher Daniel Leupi. Bild: TA

«Das Wachstum der Stadt ist auch eine finanzielle Herausforderung», sagt Zürichs Finanzvorsteher Daniel Leupi. Bild: TA

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Zu verdanken ist die Schwarze Null gemäss einer Mitteilung des Stadtrates von heute Dienstag «der guten konjunkturellen Lage, Effekten durch die Einführung neuer Rechnungslegungsvorschriften und hoher Disziplin bei den Ausgaben». Für die Jahre 2020-2022 sind die Aussichten schlechter.

Zudem hätten die Auswirkungen der Steuervorlage 17 im Budget 2019 noch nicht berücksichtigt werden können. Je nach Umsetzung wird mit «erheblichen Steuerausfällen» gerechnet.

Bei Einnahmen von 8,787 Milliarden Franken und Ausgaben von 8,746 Milliarden weist das Budget 2019 der Stadt Zürich ein Plus von 40,4 Millionen Franken aus. Per Ende 2019 wird die Stadt über ein stattliches Eigenkapital von rund 1,2 Milliarden Franken verfügen.

Damit sehen die Finanzen deutlich besser aus, als vor einem Jahr prognostiziert. Damals rechnet man für 2019 noch mit einem Minus von 137 Millionen Franken. Auch die Aussichten für die kommenden Jahre haben sich gegenüber den damaligen Prognosen verbessert.

Unveränderter Steuerfuss

Der Steuerfuss soll unverändert bei 119 Prozent bleiben. Budgetiert sind Steuereinnahmen von 2,962 Milliarden Franken. Das sind 8,5 Millionen Franken weniger als im Budget 2018.

Geprägt wird das Budget weiterhin vom Wachstum der Stadt, insbesondere bei Schule und Betreuung, Gesundheit sowie bei den Investitionen. Für 2019 sind Nettoinvestitionen von 1,196 Milliarden Franken eingestellt, 116,1 Millionen Franken mehr als im Vorjahresbudget. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei eher tiefen 57,1 Prozent. Erstrebenswert wären 70 Prozent.

Investition ins Personal

Damit die wachsende Stadt attraktiv bleibe, seien auch künftig hohe Investitionen erforderlich, heisst es weiter. «Das Wachstum der Stadt ist zwar erfreulich, aber auch eine finanzielle Herausforderung», wird Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) in der Mitteilung zitiert.

Attraktiv will Zürich auch als Arbeitgeberin sein. Für die kommenden Jahre beabsichtigt der Stadtrat deshalb verschiedene Verbesserungen für das Personal. Dieses musste in den letzten Jahren teilweise Verschlechterungen bei den Anstellungsbedingungen hinnehmen. Im Budget 2019 sind unter anderem 14 Millionen Franken für individuelle Lohnerhöhungen sowie 4,6 Millionen Franken für Prämien vorgesehen. (hub)

Erstellt: 25.09.2018, 10:43 Uhr

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