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Die Uhr läuft, der Roller nicht

Die 200 Mobility-Scooter in Zürich lassen sich nicht immer entsperren. Das Carsharing-Unternehmen kennt das Problem – und sucht nach einer Lösung.

Entriegeln, Helm aufsetzen und losfahren – leider funktioniert der Einsatz der Mobility-Roller nicht immer so einwandfrei.
Entriegeln, Helm aufsetzen und losfahren – leider funktioniert der Einsatz der Mobility-Roller nicht immer so einwandfrei.
Sabina Bobst

Nach den Sharing-Bikes kamen die Sharing-Roller in die Stadt – in Mobility-Rot. Seit April bietet das Carsharing-Unternehmen exklusiv in Zürich 200 E-Scooter an. Das System funktioniert ähnlich wie bei den Velovermietern Smide und Limebike: Der Roller wird per App geortet, gebucht und entriegelt. Dann wird der Helm aus dem Kofferraum entnommen und der Scooter gestartet. Nach der Fahrt kann er an einem beliebigen Töff-Parkplatz in der Stadt wieder abgestellt werden. «So einfach funktioniert Scooter-Sharing», schreibt Mobility auf seiner Website.

Doch die App macht Probleme: Die Entriegelung funktioniert bei manchen Nutzern nicht oder nicht auf Anhieb. Dann bleibt der Zugang zum Helm verwehrt, und der Roller lässt sich nicht starten. Besonders ärgerlich ist, dass bereits ab der Buchung 25 Rappen pro Minute anfallen – auch dann, wenn der Scooter gar nicht startklar ist.

Die Helme entnimmt der Kunde dem sogenannten Topcase – wenn es sich öffnen lässt. (Bild: Sabina Bobst)
Die Helme entnimmt der Kunde dem sogenannten Topcase – wenn es sich öffnen lässt. (Bild: Sabina Bobst)

Bei Mobility ist man sich des Problems bewusst. «Es kann zu Verzögerungen in der Kommunikation zwischen einem Scooter und dem System kommen, wenn der Scooter an einer ungünstigen Lage steht – also dort, wo das Funknetz überlastet oder nur schwach vorhanden ist», schreibt der Medienverantwortliche Patrick Eigenmann. «Wir arbeiten mit unseren technologischen Partnern an einer Lösung.»

Die Kunden müssten nicht für Roller zahlen, die nicht genutzt werden können, ergänzt er. «Wir sind in solchen Fällen selbstverständlich kulant.» Bei Anrufen im Mobility-Dienstleistungscenter setze man die Zeit, die es zur Problembehebung braucht wieder auf null. Darüber hinaus suche man im System aktiv nach Rollern, deren Fahrtende nicht korrekt ins System übertragen wurde. Auch dort werde der entsprechende Teil des Betrags annulliert.

Video: Die roten Scooter im Test

Redaktor Daniel Schneebeli testet die Zürcher Mobility-Roller. (Video: Lea Blum)

Mobility will das Roller-Angebot auf weitere Städte ausdehnen. Insofern ist Zürich auch ein Testgebiet. Die Kommunikationsprobleme seien die einzige Kinderkrankheit des Systems, sagt Eigenmann. Ausserdem trete das Problem zum Glück nur bei einem kleineren Teil der Fahrten auf.

Grundsätzlich sei der Start der Mobility-Scooter sehr zufriedenstellend verlaufen, sagt Eigenmann. Über 3500 Kunden seien bereits registriert – und die Zahl steige täglich. Besonders erfreulich sei, dass die Nutzer das System verstehen und die Scooter korrekt im dafür vorgesehenen Gebiet parkieren.

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