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Aktivisten hinterlassen besetztes Gelände sauber

Mehrere Hundert Menschen haben übers Wochenende im Pfingstweidpark an einer Besetzung teilgenommen. Die Stadtpolizei bilanziert mehrheitlich positiv.

Aus Protestgründen besetzt: Der Pfingstweidpark.
Aus Protestgründen besetzt: Der Pfingstweidpark.
Urs Jaudas

Die Aktivistinnen und Aktivisten, die übers Wochenende einen Teil des Pfingstweidparks im Kreis 5 besetzten, haben das Areal gegen Sonntagmittag wieder verlassen. Den Park hätten die Aktivisten in einem «grundsätzlich sauberen Zustand» hinterlassen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadtpolizei.

Bei der Einsatzzentrale seien in den Nächten von Freitag auf Samstag, wie auch von Samstag auf Sonntag gesamthaft rund 30 Lärmklagen ein. Weiter schreibt die Stadtpolizei, dass Polizisten bei einer Begehung des Parks nach den Aufräumarbeiten diverse neue Sprayereien an umliegenden Bauten entdeckt hätten.

Die Aktivisten wollten mit der Besetzung, die unter dem Namen Gegenlager stattfand, gegen die Asylgesetzrevision protestieren. Sie errichteten dafür Dutzende kleine Holzbauten mit Bars, Bühnen und Informationsständen. Es habe Diskussionsrunden gegeben und auf einer Bühne spielten an beiden Abenden Bands, wie die Organisatoren auf ihrer Website schreiben.

Gegenüber dem neuen Bundesasylzentrum

Laut Angaben der Organisatoren nahmen in beiden Nächten 3000 Menschen an den Veranstaltungen teil. Laut Stadtpolizei waren es mehrere hundert. Den Ort gegenüber dem Duttweiler-Areal wählten die Aktivisten bewusst. Dort wird derzeit das Bundesasylzentrum gebaut. Die Zürcher Stimmbevölkerung hat diesem Bau 2017 mit rund 70 Prozent der Stimmen zugestimmt.

Die Polizei tolerierte den politisch motivierten Anlass, schrieb sie am Freitag in einer Mitteilung. Dies habe sie nach Rücksprache mit Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) entschieden. Voraussetzung war, dass die Veranstalter auf die Anwohnerschaft Rücksicht nehmen und das gesamte Areal in sauberem Zustand wieder verlassen würden. (dsa)

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