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Die Seeüberquerung aus der Luft

Tausende querten heute den Zürichsee. Der Anlass verstärkt gängige Klischees. Sonst ist er super.

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Drohnenaufnahmen: Die ersten Schwimmer sind am Mittwoch um 14.30 Uhr zum anderen Ufer gestartet. (Video: Tamedia)

Um 14.30 Uhr starteten die ersten Schwimmer zur diesjährigen Seeüberquerung. Die Gruppen starteten im Strandbad Mythenquai und schwammen rund 1500 Meter bis zum Strandbad Tiefenbrunnen. Die letzten Check-ins für den diesjährigen Schwumm zum anderen Ufer fanden um 17.15 Uhr statt.

Die erste Gruppe Seeüberquerer startet. (Video: Tamedia)

Das schöne daran: Niemand – also niemand Offizielles – stoppt die Zeit. Und so queren Menschen den See, denen sonst Schwimmen nicht so wichtig ist. Sie tragen eine Schwimmkappe mit Startnummer – aber aus rein organisatorischen Gründen. Damit sie zum richtigen Zeitpunkt losschwimmen, damit sie drüben ihr Schwimmsäcklein wiederfinden, damit sie auf dem See gut sichtbar sind.

Der Drang zur Goldküste hin

Schade bloss, zementiert der Traditionsanlass ein altes Klischee: Dass es drüben viel schöner ist. Dass eigentlich alle rüber wollen, an die Goldküste. Dass Abendsonne etwas fantastisches ist. Aber vielleicht überinterpretieren wir hier etwas – oder unterinterpretieren es.

Fall 1: Die Sache hat praktische Gründe, etwa, dass wackere Schwimmerinnen und Schwimmer Abendsonne schätzen, weil sie am späten Nachmittag einfach wärmender ist als Morgensonne. Fall 2: Die Sache hat Gründe, die unter der Wasseroberfläche liegen: Gegenströmung. Fies - oder den Genuss verlängernd. Alles eine Frage der Perspektive.

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