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Allein im Wald – das war einmal

Früher war das ganze Quartier ein Spielplatz, heute wagen sich die Kinder kaum mehr vors Haus. Ihr Bewegungsradius nimmt seit 60 Jahren stetig ab. Die Kinder leiden heute an der Indoor-Krankheit.

Unbeschwert und allein im Wald herumtollen: Dieses Privileg bleibt Kindern von heute zumeist verwehrt.
Unbeschwert und allein im Wald herumtollen: Dieses Privileg bleibt Kindern von heute zumeist verwehrt.
Laif, Keystone

Seit kurzem marschiert der 7-jährige Moritz (Name geändert) in Wipkingen allein einen Kilometer in die Turnstunde. Für ihn ist das ebenso selbstverständlich wie für seine Eltern. «Ich kenne ja den Weg», sagt er. Doch das Umfeld seiner Familie sah es anders: Die Eltern trauten ihrem Sohn bei all den Gefahren zu viel zu, so der Tenor. Viele Eltern finden es heute normal, dass sie ihre Kinder bis in die Mittelstufe auf den Spielplatz begleiten, sie in den Sportunterricht bringen und sie bei Kollegen abholen. Unbeaufsichtigt dürfen Kinder einzig im eingezäunten Garten spielen, und noch viel lieber drinnen, nicht selten vor dem Computer oder Fernseher.

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