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«Als Erstes gehe ich zum Coiffeur»

Hedwig Fijen, Direktorin der europäischen Kunstbiennale Manifesta, die ab Sommer 2016 in Zürich gastiert, hat eine sehr eigenwillige Methode entwickelt, um den Puls einer Stadt und deren Menschen zu erfühlen.

«Das Grösste ist für mich das unvorstellbar saubere Wasser im Zürichsee», sagt Hedwig Fijen. Foto: Doris Fanconi
«Das Grösste ist für mich das unvorstellbar saubere Wasser im Zürichsee», sagt Hedwig Fijen. Foto: Doris Fanconi

Man spürt sie bereits beim Händedruck, die Energie dieser Holländerin, die trotz ihrer 54 Jahre wirkt – der Vergleich ist herzlich gemeint, deshalb sei er hier gestattet – wie ein junges Mädchen voller Flausen und Lebensträume. Sie heisst Hedwig Fijen, hat Geschichte und Kunstgeschichte studiert und 1993 die Manifesta ins Leben gerufen, welche heute als viertwichtigste Kunstbiennale der Welt gilt. Wir setzen uns ins Café Lang am Limmatplatz, bestellen Wasser – und dann legt sich die Manifesta-Direktorin auf Deutsch, Englisch und gar mal kurz auf Holländisch derart ins Zeug, dass man mitten im Gespräch denkt: Würden Hollands Fussballer an einer WM solche Leidenschaft demonstrieren, würde womöglich auch mal ein Titel drinliegen.

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