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Als man das Café Odeon noch Schwartenmagen nannte

Ein Stadtspaziergang erzählt Zürichs Kaffeegeschichte vom ersten Kaffeehaus bis hin zu den Automaten-Cafés.

Bereits 1618 berichtete der Zürcher Barbier und Wundarzt Johann Jacob Ammann nach seiner Orientreise vom bis anhin in Europa noch unbekannten «schwartz Wasser». Er schwärmte in einem Bericht von seiner stimulierenden Wirkung und dem öffentlichen Konsum, der zum Diskutieren anrege. Der Kaffee hatte in Zürich dennoch keinen einfachen Start: Weil er die Gesundheit untergrabe und den Geist verwirre, verbot der Zürcher Rat ihn zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Ein Verbot, das ganz im Sinne der Zünfte war: Sie besassen die meisten Weinberge und waren nicht daran interessiert, eine Alternative zu ihrem in vielen Dokumenten als schlecht geschimpften Wein zu bieten. Mit dieser Anekdote beginnt die Kunsthistorikerin Yvonne Höfliger den ersten Stadtspaziergang zu Zürichs reicher Kaffeegeschichte (siehe Box).

Dank Napoleon kam der Kaffee

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