Am Züri-Fäscht schlägt das Bier um ein Viertel auf

Am kommenden Stadtfest steigen die Getränkepreise deutlich. Und die Chilbi auf dem Sechseläutenplatz wird nicht wie früher verlängert.

Bier und Mineral kosten am diesjährigen Züri-Fäscht deutlich mehr als vor drei Jahren. (Archivbild: Walter Bieri/Keystone)

Bier und Mineral kosten am diesjährigen Züri-Fäscht deutlich mehr als vor drei Jahren. (Archivbild: Walter Bieri/Keystone)

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5 Deziliter Bier kosteten an den letzten vier Zürcher Stadtfesten 5.50 Franken. Dieses Jahr werden es 7 Franken sein. Auch die Mineralgetränke und Softdrinks werden teurer: 6 Franken für einen halben Liter statt wie bisher 5 Franken. Die Preiserhöhung begründet der Verein Zürcher Volksfeste als Organisator mit den höheren Bezugspreisen, mit erhöhten Platzabgaben und mit dem Umstand, dass die Preise seit dem Züri-Fäscht 2004 nie mehr angepasst wurden.

3,08 Millionen Franken Einnahmen aus Platzgeldern von Festwirtschaften und Marktständen erwartet das OK Züri-Fäscht, fast 500'000 Franken mehr als vor drei Jahren. Dennoch schliesst das Budget mit einem Verlust von 156'000 Franken ab – und auch dies nur, wenn Stadt und Kanton ihre Beiträge um je 300'000 Franken erhöhen. Bislang zahlen beide einen Betriebsbeitrag von je 405'000 Franken und erbrachten Gratisleistungen von 900'000 und 1,05 Millionen Franken.

Freier Sechseläutenplatz

Das Züri-Fäscht 2016, das vom 1. bis 3. Juli stattfindet, ist deutlich teurer als alle bisherigen Stadtfeste, weil es aus Sicherheitsgründen neu konzipiert ist und das Platzangebot um 17 Prozent vergrössert wird. Das Festzentrum am Bellevue/Limmatquai wird ausgedünnt, damit die Menschenmassen besser zirkulieren können. Es gibt Marktstände und Beizen nur noch auf einer Seite der Strasse, dafür gibt es neu auch Festwirtschaften auf der Bahnhofstrasse. Neue Festplätze gibt es zudem am Zürichhorn und auf der Landiwiese. Um den enormen Andrang auf der Quaibrücke besser zu verteilen, gibt es am Samstag/Sonntag zwei Feuerwerke: das erste um 22.30 Uhr, das zweite um 1.30 Uhr.

Zusätzliches Feuerwerk, weniger Verkaufsstände, mehr Sicherheitspersonal und alle weiteren Sicherheitsmassnahmen hätten «erhebliche» Mehrkosten und Einnahmeausfälle zur Folge, schreibt das OK in seinem Antrag an den Stadtrat. Dieser hat das Züri-Fäscht 2016 in der beantragten Form weitgehend bewilligt. Doch lehnt er die traditionelle Verlängerung der Chilbi auf dem Sechseläutenplatz um zwei Wochen ab – mit Verweis auf das Nutzungskonzept des neuen Platzes, das einen freien Platz während der Hälfte des Jahres vorsieht. Dem OK Züri-Fäscht entgehen so Zusatzeinnahmen von rund 70'000 Franken. In den drei Tagen besuchen rund zwei Millionen Menschen das grösste Volksfest der Schweiz.

Erstellt: 10.02.2016, 16:18 Uhr

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