Amerikanischer Traum für Zürich

An der Langstrasse und im Kreis 1 sind an besten Lagen zwei Restaurants geplant, die gesunde Burger anbieten wollen. Dahinter steckt eine rührende Geschichte.

Kinder mit Fast Food: Das Essen in den Restaurants von B. Good International soll eine gesunde Version von schneller Verpflegung sein.

Kinder mit Fast Food: Das Essen in den Restaurants von B. Good International soll eine gesunde Version von schneller Verpflegung sein. Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller

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Eigentlich ist der Umbau von Läden in Restaurants in der Stadt Zürich nichts Aussergewöhnliches. Anders sieht das bei zwei geplanten Gastrolokalen an den populären Standorten Langstrasse im Kreis 5 und an der Oberdorfstrasse im Kreis 1 aus.

Bauherrin beider Projekte ist gemäss Amtsblatt des Kantons Zürich die B. Good International AG. Die Firma ist im Zürcher Seefeld ansässig und wurde letzten Dezember gegründet.

Wann die Restaurants eröffnen, will das Unternehmen noch nicht kommunizieren. Die Marketingverantwortliche Nadia Frischknecht teilte lediglich mit, dass es sich dabei um ein «Fast-Casual-Konzept mit einem gesunden und ganzheitlichen Angebot für die ganze Familie» handle, wo unter anderem hausgemachte Burger, frische Salate und Smoothies offeriert werden. B. Good sei seit mehr als 10 Jahren erfolgreich in den USA und in Kanada tätig und expandiere nun in die Schweiz.

Obwohl die Bauprojekte schon vor Wochen eingereicht worden sind, will Frischknecht keine Auskunft darüber geben, ob die B. Good International AG ein Franchise-Unternehmen der amerikanischen Restaurantkette B. Good ist. Deren Entstehungsgeschichte ist ziemlich interessant.

Der Onkel sagte: «Be good»

Die Gründer von B. Good sind die Freunde Anthony Ackil und Jon Olinto. Beide hegten eine Vorliebe für Fast Food, das ihrer Meinung nach auch gesund sein sollte. Mit dieser Idee erfüllten sie sich ihren Traum vom eigenen Business.

Ackil war 27, als Olinto und er 2004 das erste Restaurant in Boston eröffneten. Ihr Geschäftsmodell sieht vor, Produkte von lokalen Bauern zu beziehen und diese frisch zuzubereiten. Inzwischen betreibt B. Good über 13 Restaurants in Amerika, weitere sollen dazukommen.

Einen grossen Einfluss auf die Unternehmermentalität hatte Ackils Onkel, wie es auf der Facebook-Seite von B. Good heisst. Die Eltern von Ackil und seinen Brüdern waren beide berufstätig und oft unterwegs, weshalb der Onkel fürs Essen zuständig war und seine Neffen und deren Freunde bekochte. Er sei für die Jungs eine wichtige Bezugsperson gewesen, sagte Ackil in einem Interview. «Mein Onkel glaubte an das Gute im Menschen.» Er habe ihnen oft Ratschläge erteilt – und immer wieder den folgenden: «Be good.»

Der Firmenname ist denn auch ihr Credo: die Kunden stets freundlich zu behandeln und eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Dies habe sich ausgezahlt, so Ackil. Darin sieht er den Grund, warum sich B. Good trotz anfänglicher Schwierigkeiten etablieren konnte.

Ackil und Olinto wollen ihren Gästen, die sie zur B.-Good-Familie zählen, eine gesunde Alternative zu anderen Fast-Food-Restaurants anbieten. Ob sich in Zürich etwa der Standort an der Langstrasse als Erfolg erweist, wird sich zeigen: Direkt nebenan befindet sich eine Filiale von McDonald's. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.07.2015, 11:15 Uhr

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