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Anklage gegen Zürcher Polizisten ausgeweitet

Gegen drei Stadtpolizisten soll auch Anklage wegen Gefährdung des Lebens erhoben werden. Es gehe «um die Glaubwürdigkeit der Justiz».

Vor Gericht: Drei Zürcher Stadtpolizisten müssen sich vor dem Einzelrichter verantworten, weil sie einen Dunkelhäutigen malträtiert haben sollen.
Vor Gericht: Drei Zürcher Stadtpolizisten müssen sich vor dem Einzelrichter verantworten, weil sie einen Dunkelhäutigen malträtiert haben sollen.
Manuel Lopez, Keystone

Was sich vor einer Woche im Prozess gegen die drei Zürcher Stadtpolizisten ankündigte, ist eingetreten. Der Einzelrichter schickt die Anklageschrift an die Staatsanwaltschaft zurück und fordert sie auf, diese in einem wesentlichen Punkt zu ergänzen. Das Vorgehen der drei Beamten im Oktober 2009 gegen einen damals 36-jährigen Nigerianer soll nicht nur unter dem Aspekt des Amtsmissbrauchs, sondern auch unter dem Aspekt der «(allenfalls nur versuchten) Gefährdung des Lebens» angeklagt werden. Dies geht aus der Verfügung des Einzelrichters hervor, die dem TA vorliegt. Ob die Staatsanwaltschaft dieser Aufforderung nachkommt, ist offen. Das Gericht kann die Staatsanwaltschaft zur Änderung nicht zwingen, sondern nur dazu einladen. Die «Einladung» ist mit einer Frist von 15 Tagen verbunden.

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