Anwohner sammeln 2500 Unterschriften gegen Formel E

Die Gegner des Elektrobolidenrennens in Zürich haben dem Stadtrat ihre Petition übergeben.

E-Boliden im Enge-Quartier: Der Brasilianer Luca di Grassi vom Team Audi Sport ABT Schaeffler. (10. Juni 2018)

E-Boliden im Enge-Quartier: Der Brasilianer Luca di Grassi vom Team Audi Sport ABT Schaeffler. (10. Juni 2018) Bild: Sebastian Schneider/Keystone

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Für eine Petition gegen ein weiteres Formel E-Rennen in Zürich sind in drei Wochen rund 2500 Unterschriften zusammengekommen. Die Anwohnergruppe «Formel E Ade» übergab die Petition am Mittwoch der Zürcher Stadträtin Karin Rykart.

Der grösste Teil der Unterschriften stamme von Anwohnern und Gewerblern aus dem Quartier Enge, teilte die Gruppierung mit. In der Enge fand am 10. Juni das Rennen der Elektroboliden statt. Die Petition fordert, dass Autorennen auf dem ganzen Stadtgebiet verboten werden.

Die mehrwöchige Auf- und Abbauphase steht nach Ansicht der Anwohner in keinem Verhältnis zu einem eintägigen Anlass mit einstündigem Rennen. Es gebe keinen Platz in der Enge für einen solchen Anlass, sagten Vertreter des Komitees vor der Übergabe bei einer Aussprache mit Stadträtin Rykart (Grüne).

Video: Grosse Baustelle ein Tag nach dem Rennen

So sah es einen Tag nach dem Rennen an der Strecke aus. Video: Fabian Sangines

Ein Vertreter des Quartiervereins Enge gab an, bei einer Umfrage unter seinen Mitgliedern hätten sich 78 Prozent ablehnend geäussert. Andere wiesen darauf hin, dass die Menschen in der Enge bereits Silvesterfeuerwerk, Marathon, Triathlon, Ironman, Streetparade und das alle drei Jahre stattfindende Zürifäscht erdulden müssten.

Die Gruppierung der Anwohner gab die Unterschriftenzahl offiziell mit 2471 X an. Das X stehe für eine unbekannte Zahl an Unterschriften, die der Gruppe aus einem aufgebrochenen Briefkasten gestohlen worden seien.

Rückmeldungen sollen einfliessen

Rund 100'000 Besucherinnen und Besucher waren zum Formel-E-Rennen und dem dazugehörigen Rahmenprogramm im Enge-Quartier gekommen. Schon im Vorfeld war der Event umstritten.

Vor dem Entscheid über eine weitere Austragung wollen die Behörden den diesjährigen Anlass auswerten, wie sie nach dem Rennen ankündigten. Diese Auswertung soll im Herbst vorliegen. Berücksichtigt werden laut Stadtregierung auch die Quartierbelastung und die Rückmeldungen aus der direkt betroffenen Bevölkerung.

Die Organisatoren budgetierten für den Event rund 15 Millionen Franken. Darin waren auch Abgeltungen an die Stadt Zürich enthalten. Denn die Stadtregierung knüpfte die Bewilligung für die erste Austragung des Rennens unter anderem an die Bedingung, dass der Stadt keine Kosten entstehen dürfen. (ij/sda)

Erstellt: 04.07.2018, 16:07 Uhr

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