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Architektur für Betonköpfe

Nur hart und kalt und grau? Beton kann viel mehr. Das zeigt das diesjährige Open Houses in Zürich.

Wohnhaus Waffenplatzstrasse: Die Form ergibt sich durch jene des Grundstücks.
Wohnhaus Waffenplatzstrasse: Die Form ergibt sich durch jene des Grundstücks.
Valentin Jeck
Valentin Jeck
Beton im Innenraum: Das Cheminée ins Trennelement gegossen.
Beton im Innenraum: Das Cheminée ins Trennelement gegossen.
Valentin Jeck
Highway to ETH? Schulanlage Schauenberg von Adrian Streich Architekten AG.
Highway to ETH? Schulanlage Schauenberg von Adrian Streich Architekten AG.
Roland Bernath
Valentin Jeck
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Beton ist schön, Beton ist hart, Beton ist kalt, Beton ist wohnlich. Das zeigt ein Blick in die mehr als 100 Gebäude, die an diesem Samstag und Sonntag in der Stadt Zürich offenstehen. Open House heisst der Anlass, unter den Bauten sind einige, zu denen man normalerweise keinen Zugang hat.

So wie das abgebildete private Wohnhaus an der Waffenplatzstrasse der Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten. Es erinnert von unten, vom Waffenplatz her gesehen, an einen Adlerhorst im Fels. Das Gebäude wurde – im besten Sinne des Wortes – in seine Parzelle reingequetscht, es lotet in seiner Form die Möglichkeiten des (Be-)Baubaren aus. Und es ist eines, dass Beton als Material zelebriert. Als Aussenhaut, im Treppenhaus, als gestalterisches Element mit Cheminée im Wohnraum.

Auffällig: Innenwände, die mit groben Spanplatten geschalt wurden und so eine textil anmutende Struktur erhalten.

Ein Haus für Betonköpfe ist auch jenes, das die Gus Wüstemann Architects im Auftrag der I+B Baechi Stiftung an der Langrütttstrasse 107 geplant und in diesem Jahr fertiggestellt haben. Beton ist das dominierende Material Innen und Aussen. Speziell auffällig: Innenwände, die mit Kronospan, groben Spanplatten, geschalt wurden und so eine grobe, textil anmutende Struktur erhalten. Überhaupt ist dieses Haus, in dem die Stiftung bezahlbaren Wohnraum vermietet, sehr puristisch gestaltet.

Ebenfalls puristisch, ja hart, mutet der Monolith der Andreaskirche im Kreis 3 an, gebaut 1964. Granitplatten an den Fassaden formen den Kirchenraum zu einem Würfel, der dank einem Fensterband auf der Wiese zu schweben scheint. Innen dominiert Sichtbeton – das Spiel von Licht und Schatten sorgt auch hier für eine gewisse Sinnlichkeit, gibt der Struktur fast etwas Weiches. (bra)

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